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Gladbach mit Gegentor-Flut: Blessin spricht Machtwort zu Nicolas

Durch die hohe Anzahl an Gegentoren wird rund um die Fohlenelf auch über Moritz Nicolas gesprochen. Alexander Blessin hat sich dazu nun deutlich geäußert.
VonYannik Möller
Moritz Nicolas bleibt die Nummer eins bei der Borussia
Moritz Nicolas bleibt die Nummer eins bei der Borussia | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Wenn eine Mannschaft ihre bisherige durchschnittliche Gegentor-Anzahl mit zwei weiteren Gegentreffern spürbar unterbietet, weiß man, wie schwer diese Defensiv-Schwäche bislang wiegt.

So passiert am vergangenen Wochenende: Bei der 1:2-Niederlage im Rheinderby gegen den 1. FC Köln kassierte Borussia Mönchengladbach "nur" zwei Gegentore – und somit zwei weniger, als der Durchschnitt von vier bis zu diesem Spiel lag. Insgesamt liegt die Fohlenelf jetzt bei satten 18 Gegentoren nach fünf Spieltagen.

Kurzum: Eine Mannschaft, die im Schnitt vier eigene Tore erzielen muss, um überhaupt die Chance auf einen Sieg zu haben, die wird nicht gewinnen.

Blessin wehrt Gedanken um einen Torwart-Wechsel deutlich ab

Eröffnet die Borussia deshalb eine Debatte um den Torwart? Bei einer solchen Flut an Gegentoren rückt natürlich auch dieser in den Fokus. Alexander Blessin hat diese Thematik aber vorzeitig und auch deutlich abgewehrt, sich damit klar zu Moritz Nicolas postiert.

"Moritz hat es letztes Jahr richtig gut gemacht, der Mannschaft viele Punkte gerettet. Deswegen hat er sich das jetzt erarbeitet, die Nummer eins zu sein. Und es ist momentan so, dass ich keinen Gedanken daran verschwende, auf dieser Position irgendetwas zu ändern", betonte Blessin unmissverständlich (via Bild). Deshalb habe Moritz auch "mein volles Vertrauen", so der neue Cheftrainer der Borussia weiter.

Zwar mache es beispielsweise auch Daniel Batz "richtig gut", bringe dazu "eine Menge Erfahrung" ein und auch seine Meinung sei Blessin "extrem wichtig". Dennoch setzt der Trainer sein Vertrauen weiterhin in Nicolas – obwohl er diese Alternative noch zur Verfügung hätte.

Statistiken zeigen: Nicolas schwächelt im Vergleich zur Vorsaison

Nicolas als Schuldigen an der Gegentor-Flut auszumachen, wäre auch rein objektiv der falsche Weg. Immerhin lässt die Borussia nachweislich viele und auch zu hochklassige Torchancen zu. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass der 28-jährige Keeper bislang nicht ganz so sicher und souverän auftritt, wie es in der letzten Saison der Fall war.

Die vorige Saison schloss Nicolas auf dem dritten Platz aller Bundesliga-Keeper ab, gemessen an den prozentual abgewehrten Schüsse (via fbref). Mit seinen 72 Prozent lag er nur ganz knapp hinter Gregor Kobel (72,1 Prozent) und – ironischerweise – Daniel Batz (72,2 Prozent). Dieser hatte mit lediglich 21 Einsätzen aber auch eine weitaus geringere Menge an Torschüssen, die er überhaupt abwehren musste. Aktuell, nach immerhin fünf Spieltagen, liegt diese Quote für Nicolas bei nur noch 60 Prozent. Das bedeutet den zurzeit 13. Rang und somit einen Platz im unteren Mittelfeld.


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