Skip to main content

Gladbach lebt noch: Was sich unter Blessin bereits verbessert hat

Alexander Blessin soll Gladbach aus dem Tabellenkeller holen. Hat der Sieg in Stuttgart den endgültigen Turnaround eingeleitet? Zumindest sieht man schon die Ansätze des neuen Trainers.
VonTim Pflieger
Schafft Alexander Blessin mit Gladbach die Wende?
Schafft Alexander Blessin mit Gladbach die Wende? | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Nach sechs Niederlagen zum Bundesliga-Saisonstart war der durchaus überraschende 3:2-Erfolg von Borussia Mönchengladbach beim VfB Stuttgart wie Balsam für die Fohlen-Seele. In der MHP-Arena stimmte nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise. Und es war schon einiges von dem zu sehen, was sich unter Trainer Alexander Blessin im Gegensatz zu Vorgänger Eugen Polanski verbessert hat.

Gezeigt hat sich das auch am Dienstagabend. Trotz früher Unterzahl gegen Zweitligist KSC war die Borussia mit 2:0 erfolgreich und steht im DFB-Pokal-Achtelfinale.

Die Zahlen lügen nicht: Unter Blessin hat Gladbach vor allem zu defensiver Stabilität gefunden. Während die Fohlen unter Polanski in den ersten vier Partien ganze 16 Gegentreffer schlucken mussten, waren es bei Blessin in drei Bundesliga-Spielen "nur" sechs. Und das ist kein Zufall, denn: Gladbach lässt unter dem neuen Coach im Durchschnitt nur 6,7 Torschüsse und 1,55 xGoals der Gegner zu, während es bei Polanski noch 9,5 Torschüsse und 2,92 xGoals waren.

Blessin baut auf die Basics

Alexander Blessin (r.) setzt auf defensive Stabilität.
Alexander Blessin (r.) setzt auf defensive Stabilität. | Christian Verheyen/GettyImages

Ein weiterer Wert, der den Ansatz unter Blessin zeigt, ist die Laufleistung. Gladbach spult unter ihm bislang unglaubliche 122,9 Kilometer pro Spiel ab, mehr als sechs Kilometer mehr als noch unter Polanski (116,3). Die Rheinländer kommen mittlerweile über ihre Leidenschaft und neu dazu gewonnene Stabilität und sind so ein unangenehmerer Gegner.

Mit dem Ball hat sich das Spiel der Fohlen mit Blessin an der Seitenlinie allerdings noch nicht verbessert, sondern statistisch sogar etwas verschlechtert. Der Ballbesitz ist von 48 Prozent auf 43 Prozent gesunken, die xGoals von 1,72 auf 1,41 und die Passquote von 82 Prozent auf 74 Prozent.

Was verdeutlich das aber? Manchmal reichen für den Anfang die defensive Kompaktheit und die sogenannten Basics, um erstmal Punkte zu holen. Wenn die Basis stimmt, kann sich auch mit der Zeit eine offensive Spielkultur aufbauen lassen. Aber andersrum, wird es meistens schwer: Wer in der Offensive zwar gute Ansätze zeigt, aber den Einsatz und die Stabilität vermissen lässt, hat in der Bundesliga meist größere Probleme.

Gladbach-Hoffnung durch Comebacker

Gladbach vermisst Tim Kleindienst im Sturmzentrum.
Gladbach vermisst Tim Kleindienst im Sturmzentrum. | Christian Verheyen/GettyImages

Dass Gladbach auch noch offensiv unter Blessin eine Schippe drauflegen kann, hängt auch stark mit den nach und nach zurückkehrenden Verletzten zusammen.

Mit Tim Kleindienst (Muskelfaserriss), Franck Honorat (Muskelverletzung) oder auch Nicolas Kühn (Trainingsrückstand nach Muskelbündelriss) fehlt den Fohlen aktuell noch ein gutes Stück an Offensivkraft.


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu