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Frust nach Traum-Comeback: So läuft es bei Eintracht-Held Rafael Borré

In Frankfurt machte sich Rafael Borré mit dem entscheidenden Elfmeter im Europa-League-Finale unsterblich.
VonMoritz Jonas
Machte sich 2022 mit dem entscheidenden Elfmeter unsterblich: Eintracht-Held Rafael Borré
Machte sich 2022 mit dem entscheidenden Elfmeter unsterblich: Eintracht-Held Rafael Borré | Maja Hitij/GettyImages

Wer an die magische Nacht von Sevilla im Jahr 2022 zurückdenkt, hat unweigerlich das Gesicht von Rafael Santos Borré vor Augen. Im Europa-League-Finale gegen die Glasgow Rangers erzielte der kolumbianische Mittelstürmer zunächst den immens wichtigen Ausgleich in der regulären Spielzeit und verwandelte schließlich den entscheidenden Elfmeter, der Eintracht Frankfurt den historischen Titel bescherte.

Doch nach der Verpflichtung von Randal Kolo Muani verlor El Comandante seinen Stammplatz. Es folgte eine mäßig erfolgreiche Leihe zu Werder Bremen, ehe Borré im Januar 2024 den Sprung zurück nach Südamerika wagte.

Zwischenstation in Brasilien

Für 6,5 Millionen Euro Ablöse zog es ihn zum SC Internacional nach Porto Alegre. In Brasilien fand der Stürmer seine Treffsicherheit wieder. In 104 Pflichtspielen für Internacional knipste er 28 Mal und führte die Mannschaft zeitweise sogar als Kapitän aufs Feld. Doch sein größter Wunsch war stets die Rückkehr zu seinen Wurzeln.

Im Juli 2026 wurde dieser Traum Realität: Für eine Ablösesumme von rund 2,2 Millionen Euro wechselte Borré zurück zum argentinischen Spitzenklub CA River Plate. In Buenos Aires hatte er bereits von 2017 bis 2021 eine extrem erfolgreiche Ära geprägt und 2018 die prestigeträchtige Copa Libertadores gewonnen.

Frust in Buenos Aires und der Dämpfer bei der WM

Die emotionale Rückkehr zu seinem Herzensklub CA River Plate verläuft bislang extrem holprig: Rafael Borré
Die emotionale Rückkehr zu seinem Herzensklub CA River Plate verläuft bislang extrem holprig: Rafael Borré | Rodrigo Valle/GettyImages

Die Fans feierten seine Rückkehr im Sommer frenetisch, Borré unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis Ende 2029. Doch das sportliche Märchen lässt bislang auf sich warten.

Anstatt als gefeierter Torjäger voranzugehen, findet sich Borré im System von Trainer Eduardo Coudet zumeist auf der Ersatzbank wieder. In den ersten acht Ligaspielen kam der 31-Jährige sechsmal nur als Joker zum Einsatz und wartet in der Liga noch immer auf seinen ersten Treffer.

Auch auf internationaler Bühne setzte es bereits einen Nackenschlag: In der Copa Sudamericana scheiterte River Plate Ende August dramatisch im Achtelfinale an Independiente Santa Fe.

Zu allem Überfluss platzte im Sommer auch noch ein ganz persönlicher Traum: Borré wurde vom kolumbianischen Nationaltrainer völlig überraschend nicht in den Kader für die Weltmeisterschaft 2026 berufen. Für den ehemaligen Eintracht-Helden wird der Neustart aktuell zur ultimativen Geduldsprobe.


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