Die Kritk an Manuel Neuer ist seit dem 2:2 beim FC Augsburg groß. Doch dass der 40-jährige Torhüter im Champions-League-Spiel des FC Bayern bei Viking Stavanger (3:3) nicht zwischen den Pfosten stand, hatte keinen leistungsbezogenen Grund. Wie am Montag bekannt wurde, hat sich Neuer am vergangenen Wochenende eine Fußverletzung zugezogen.
Ob der Stammkeeper schon im Bundesliga-Topspiel gegen RB Leipzig (Samstag, 18:30 Uhr) auf den Platz zurückkehren kann, ist im Vorfeld offen. Nachdem Neuer am Donnerstag im Mannschaftstraining fehlte, soll erst nach dem Abschlusstraining am Freitag entschieden werden, ob es für einen Einsatz gegen die Sachsen reicht (90min berichtete).
Kompany hält sich zurück - Einsatz-Entscheidung fällt nach Abschlusstraining
Auf der Pressekonferenz am Freitagvormittag hat Trainer Vincent Kompany ein neues Update zu Neuer gegeben. "Manu hat gestern noch nicht trainiert. Das heißt, wir müssen heute schauen, wie er sich fühlt und wie die Situation da ist. Mehr Infos haben wir heute noch nicht", sagte der Belgier.
Genauere Angaben zu Neuers Verletzung wollte Kompany nicht machen, doch er erklärte zuversichtlich: "Ich möchte nicht die Rolle eines Arztes übernehmen. Es ist am Fuß, nicht am Oberschenkel oder an der Schulter. Es wird nicht so lange dauern. Ob es morgen oder nächste Woche ist, schauen wir mal. Er soll erst mal ein besseres Gefühl bekommen und trainieren, wenn er kann, dann ist diese Phase auch wieder vorbei."

Großer Grund zur Sorge besteht aber ohnehin nicht, schließlich steht mit Jonas Urbig eine hochtalentierte Nummer zwei in den Startlöchern. Zwar musste der 23-Jährige am Dienstag in Stavanger drei Mal hinter sich greifen, doch spätestens nach Neuers Patzer in Augsburg, der zum schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte durch Robin Fellhauer führte, fordern immer mehr Fans und Experten eine Wachablösung im Bayern-Tor.
Zu dieser wird es zwar (vorerst) nicht kommen, spätestens im nächsten Sommer soll Urbig dann aber in Neuers Fußstapfen treten. Gegen Leipzig könnte der DFB-Debütant aber in Abwesenheit des Routiniers weitere Minuten sammeln.
