Als Offensivkünstler verschrien, der einerseits zu viel zaubern will und zugleich zu wenig Output hat, und andererseits nicht gegen den Ball arbeiten kann – und somit unpassend für den FC Schalke. So lautete das schnelle Urteil über Ilyes Hamache, das bereits nach seiner ersten Saison bei den Knappen gefällt wurde.
Im Sommer 2024 aus Frankreich nach Gelsenkirchen gekommen, wurde er im Sommer darauf zu Amiens SC verliehen. Nach einem Jahr kehrte er vorerst wieder zurück und wurde im Sinne der Gehaltseinsparung schließlich für rund 200.000 Euro abgegeben.
So spielt Hamache seit diesem Sommer für den SC Cambuur in der niederländischen Eredivisie – und sein neuer Klub darf sich über dieses Schnäppchen freuen.
Hamache auf Brandt-Niveau unterwegs: Cambuur freut sich über das Schnäppchen
In bislang elf Einsätzen für Cambuur hat Hamache bereits fünf Tore erzielen und drei weitere Treffer direkt vorbereiten können. Eine Quote, die ihm beim S04 niemand zugetraut hätte. Im Gegenteil: Sein Output und somit seine direkten Torbeteiligungen als Offensivspieler waren, wie bereits erwähnt, sogar der wohl mit größte Kritikpunkt am heute 23-Jährigen.
Damit hat Hamache beim Tabellenneunten genauso viele Scorer sammeln können, wie Julian Brandt mit Ajax. Bloß mit dem Unterschied, dass der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund für dieses Wiederaufleben beim Tabellenzweiten gefeiert wird. Umso mehr dürften die Leistungen des ehemaligen Schalkers auch anzuerkennen sein.

Für Cambuur spielt Hamache offenbar befreit auf, geht in seine beliebten Dribblings, zieht damit Räume und sorgt für Torgefahr. Klingt ganz nach einem Faktor im Spiel, den ein gewisser S04 zurzeit dringend gebrauchen könnte. Allerdings wurde beim Bundesligisten ein gleichzeitig großer Wert auf das Pressing gelegt, in dem er wiederum nicht hervorstechen konnte.
Nun bleibt allerdings abzuwarten, ob Hamache eine gewisse Beständigkeit in seine Leistungen und Torbeteiligungen bekommen kann. Eine gute Phase macht noch keinen guten Spieler. Sollte er diesen Entwicklungsschritt erreichen, müsste sich Schalke sehr über diesen (auch finanziell nicht sehr lohnenswerten) Abgang ärgern.
