Mohamed Ali Zoma bleibt in aller Munde. Nicht nur, weil der Flügelstürmer nach seinem überragenden Debüt-Jahr in der 2. Liga beim 1. FC Nürnberg auch in der neuen Saison nahtlos an seine Glanzleistungen anknüpft. Sondern auch, weil der 22-Jährige für die anstehende Länderspielpause für Italiens A-Nationalmannschaft nominiert wurde. Zoma ist der erste Kicker aus dem deutschen Unterhaus überhaupt, der je eine Einladung für die Azzurri erhalten hat.
Ein Zweitliga-Spieler für einen viermaligen Weltmeister? Klingt ungewöhnlich, muss es bei näherer Betrachtung aber nicht bleiben. Dass Zoma erstklassig abliefert, wird allein schon durch seine sechs Tore in den ersten sechs Spielen für den Zweitliga-Tabellenzweiten deutlich. Sein geschätzter Marktwert ist am Valznerweiher schon von 500.000 auf acht Millionen Euro nach oben geschnellt. Tendenz: weiter stark steigend.
Werder und FCA wollten Zoma
Schon im Sommer hätte Zoma den nächsten Karrierschritt gehen können. Premier-League-Absteiger West Ham United soll bis zu 20 Millionen Euro geboten haben. Zudem galten Erstligisten aus Deutschland und Italien als interessiert. Im Gespräch mit der Sportbild verriet Zoma nun auch, um welche Bundesliga-Klubs es sich handelte:
"Es gab aus der Bundesliga Interesse von Werder Bremen und dem FC Augsburg. Das war schon besonders. Aber am Ende wurde entschieden, dass ich beim 1. FC Nürnberg bleibe. Es war am Anfang keine einfache Situation für mich", so Zoma.
Zoma ließ Wechsel-Enttäuschung schnell hinter sich
Der 22-Jährige machte aus seiner Enttäuschung über das Wechselverbot zunächst kaum einen Hehl. Arrangierte sich aber auch recht schnell mit dieser Entscheidung. Nach zahlreichen lukrativen Verkäufen wollten die FCN-Bosse beim Unterschiedsspieler dieses Mal hart bleiben. Zumal Zoma bei den Franken noch bis 2029 unter Vertrag steht und keine Ausstiegsklausel besitzt. Ein Zahltag winkt dem Club also auch noch in den kommenden Transferperioden. Womöglich sogar einer von mehr als 20 Millionen Euro.
"Mittlerweile fühle ich mich richtig gut mit der Entscheidung", erklärte Zoma weiter. "Ich habe hier eine Verantwortung, weil die Mannschaft und das Trainerteam Vertrauen in mich haben. Denn wir wollen hier etwas Besonderes schaffen, und ich glaube daran. Dazu liebe ich die Fans in Nürnberg, sie sind positiv verrückt."
Das Besondere, von dem Zoma spricht, kann nach dem sehr guten Start mit 16 Punkten nach sechs Spielen und Rang zwei eigentlich nur der Bundesliga-Aufstieg sein. Ob Zoma dann den Schritt ins Oberhaus beim FCN mitgeht, ist fraglich.
Spielt er so weiter und bekommt er auch für Italien die Chance, sich zu zeigen, dürfte ein Wechsel 2027 kaum zu verhindern sein. Dann aus Nürnberger Sicht aber womöglich für eine rekordverdächtige Ablöse.
