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FC Bayern kämpft um "Kid Messi"

JJ Gabriel gilt als Supertalent. Der jetzt 16-Jährige will Manchester United verlassen. Die Bayern mischen im Werben mit und sollen schon Gespräche geführt haben.
VonSimon Zimmermann
JJ Gabriel ist heiß begehrt
JJ Gabriel ist heiß begehrt | IMAGO/Crystal Pix

Am heutigen Donnerstag (6.10.) feiert JJ Gabriel seinen 16. Geburtstag. Der Angreifer aus der Jugend von Manchester United gilt schon länger als Supertalent. Seine Auftritte für die Red Devils und Skill-Videos auf YouTube bereits im Alter von acht Jahren haben dem Teenager früh den Spitznamen "Kid Messi" eingebracht.

Nun ist das mit solchen Vergleichen immer so eine Sache. Zahlreiche gehypte Talente sind an großen Vorschusslorbeeren und zu hohen Erwartungen gescheitert. Bei Gabriel soll das nicht so sein. Mit 26 Toren und drei Assists hat er bereits als 15-Jähriger in der U18 Premier League für Furore gesorgt. Für die U21 von Manchester United hat er in zwei Partien zwei Treffer und zwei Assists aufgelegt, bei seinem jüngsten Einsatz in der UEFA Youth League gegen Sabah FK erzielte er einen Dreierpack.

"Kid Messi" will Man United verlassen

Bei Gabriel soll es nun schnell hoch hinaus gehen. Seit diesem Sommer trainiert er regelmäßig bei den Profis von Man United mit. Ob er im Old Trafford seinen Durchbruch auf großer Bühne schafft, darf aber bezweifelt werden. Denn Gabriel will Manchester verlassen – das wurde in den vergangenen Wochen deutlich.

Das Supertalent will am liebsten sofort weg. Schon im September soll er über seine Berater die Auflösung seiner Jugendregistrierung bei Man United beantragt haben. Wenig überraschend verweigerte der Klub aber die Freigabe.

Nach seinem 16. Geburtstag könnte ein solcher Transfer einfacher vonstatten gehen. Logisch, dass praktisch alle Topklubs in Europa großes Interesse zeigen. Gabriels Vertreter sollen schon bei Real Madrid und Barça vor Ort gewesen sein. Die beiden spanischen Topklubs galten zuletzt als klare Favoriten auf eine Verpflichtung.

Bayern in Gesprächen mit Gabriel-Seite

Doch auch PSG und der FC Bayern wollen im Transfer-Rennen mitmischen. Laut Sky hat es sogar schon ein Treffen zwischen Bayern-Verantwortlichen und "dem Umfeld des Spielers" gegeben. Am Montag sollen weitere Gespräche angesetzt gewesen sein. Dortmund, Leipzig und Leverkusen, die zunächst ebenfalls Interesse zeigten, sollten sich dagegen aus dem Werben verabschiedet haben.

Für einen Deal müsste der deutsche Rekordmeister derweil hohe Hürden nehmen. Zum einen sind sie finanzieller Natur. Zwar besitzt Gabriel noch keinen Profivertrag und entsprechend wäre lediglich eine Ausbildungsentschädigung an Man United fällig. Allerdings soll die Seite des 16-Jährigen hohe Gehaltsansprüche haben und zudem einen Unterschriftsbonus fordern.

Knackpunkt bleibt aber vor allem die rechtliche Seite eines Wechsels. Einen Profivertrag in England könnte Gabriel erst ab dem Alter von 17 Jahren unterschreiben. Der Youngster will sich nun einen EU-Pass sichern. Aufgrund der zypriotischen Wurzeln seiner Mutter wäre das wohl möglich. Ein EU-Pass wäre wohl die Voraussetzung für einen schnellen Wechsel aufs europäische Festland.

Dann könnte Gabriel im Januar bei seinem neuen Wunschklub aufschlagen. Gelingt das nicht, müsste er womöglich bis z seinem 18. Lebensjahr warten, um einen solchen Deal abschließen zu können.


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