Nach schwierigen Stationen beim FC Chelsea und der AC Mailand schien der Wechsel in die Wüste für Joao Felix die perfekte Wiederbelebung seiner Karriere zu sein. Bei Al-Nassr fand der Portugiese an der Seite von Superstar Cristiano Ronaldo zu alter Stärke zurück, führte den Klub prompt zur Meisterschaft und wurde zum Spieler der Saison gekürt.
Doch das sportliche Märchen im Nahen Osten sollte für den Edeltechniker eigentlich nur als Sprungbrett dienen. Das große Ziel des Offensivkünstlers ist seit Monaten ein offenes Geheimnis: eine Rückkehr nach Europa und die Unterschrift bei seinem erklärten Herzensverein FC Barcelona, für den er bereits in der Saison 2023/24 auflief.
Sein einflussreicher Berater Jorge Mendes klopfte bereits vor Wochen bei den Katalanen an. Der Plan war denkbar simpel: Da der Vertrag des 26-Jährigen im Sommer 2027 ausläuft, spekulierten Spieler und Berater auf einen ablösefreien Wechsel nach Spanien. Um den Transfer für die klammen Katalanen schmackhaft zu machen, wäre Felix sogar zu drastischen Gehaltseinbußen bereit gewesen - wie 90min bereits berichtete.
Wüsten-Klub plant das Veto
Doch dieser ausgeklügelte Transferplan droht nun krachend zu scheitern. Wie die spanische Sportzeitung Sport berichtet, will Al-Nassr den Portugiesen keinesfalls ohne Gegenwehr ziehen lassen. Demnach plant der saudi-arabische Spitzenklub, eine im Vertrag verankerte Klausel zu aktivieren, die das Arbeitspapier automatisch um zwei weitere Jahre bis 2029 verlängern würde.
Die treibende Kraft hinter diesem Vorstoß ist der neue Klubpräsident Ahmed Al Sultan. Bei Al-Nassr sieht man in Felix das künftige Gesicht des gesamten Klubs, sobald Ronaldo seine Karriere beendet oder kürzertritt. Ein ablösefreier Abgang im kommenden Sommer ist für die Klubführung daher absolut indiskutabel.
Katalanen reagieren abwartend
Für den FC Barcelona stellt diese Entwicklung die Verhandlungen vor völlig neue Hürden. Unter Trainer Hansi Flick ist die Offensive der Blaugrana mit Stars wie Lamine Yamal, Dani Olmo und Raphinha ohnehin exzellent besetzt. Felix galt für Sportdirektor Deco lediglich als attraktive Marktchance – vorausgesetzt, für den portugisischen Nationalspieler wird keine Ablöse fällig.
Sollte Al-Nassr die Verlängerungsoption tatsächlich offiziell ziehen, müsste Barça eine erhebliche Transfersumme auf den Tisch legen. Ob die Katalanen dazu bereit sind, gilt als äußerst fraglich. Für Felix könnte sich das ersehnte Europa-Comeback damit vorerst zerschlagen.
