Skip to main content

Fauler Saisonstart: Dieses Ziel hat der 1. FC Köln bereits verfehlt

Der 1. FC Köln hat sich im Sommer bewusst vorgenommen, intensiver zu spielen. Doch davon war in den ersten vier Ligaspielen noch nichts zu sehen.
VonFranz Krafczyk
Die Effzeh-Profis müssen wieder mehr laufen
Die Effzeh-Profis müssen wieder mehr laufen | DeFodi Images/GettyImages

Dass der 1. FC Köln nicht zu den Topteams der Bundesliga gehört, ist offensichtlich und gleichzeitig keine Schande. Doch genau aus diesem Grund haben sich die Geißböcke im Sommer fest vorgenommen, einen intensiveren und aggressiveren Fußball zu spielen als die Konkurrenz, um eben diesen Qualitätsnachteil auszugleichen. Das ist den Kölnern bisher jedoch noch gar nicht gelungen.

Das verrät der Blick auf die harten Fakten: In allen vier bisherigen Liga-Partien liefen die Effzeh-Profis weniger als der Gegner. Gegen die TSG Hoffenheim, die die Kölner sogar mit 3:2 besiegen konnten, betrug der Unterschied 3,2 Kilometer und war damit der bislang größte.

Lauf-Statistiken sprechen klare Sprache

In den Lauf-Statistiken der Bundesliga schneiden die Kölner alles andere als gut ab. Besonders erschreckend ist dabei der Vergleich zur Vorsaison. Mit 116 Kilometern pro Spiel liegen die Kölner nur auf Platz 14, was die reine Anzahl an zurückgelegten Kilometern angeht. In der Vorsaison waren es noch 119 Kilometer, nur sechs Teams liefen mehr. Auch die Anzahl der Sprints ist von 161 auf 155 pro Spiel zurückgegangen.

Der Blick auf die intensiven Läufe zeigt den Unterschied am deutlichsten: Mit 617 pro Spiel liegen die Kölner in diesem Bereich auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga. In der vergangenen Saison waren es immerhin 21 intensive Läufe pro Partie mehr.

Krämpfe und Muskelverletzungen: War Wagners Vorbereitung zu hart?

Doch woran liegt das? Eine mögliche Ursache könnte die zu intensive Saisonvorbereitung gewesen sein. Laut dem Geissblog sprach Linton Maina im Sommer noch von den "härtesten Wochen" seiner gesamten Kölner Zeit. In den ersten Pflichtspielen erlitten die beiden Neuzugänge Luka Lochoshvili und Gideon Mensah sowie Said El Mala Krämpfe. Mit Alessio Castro-Montes fällt in dieser Saison zudem bereits der dritte Effzeh-Profi mit einer Muskelverletzung aus.

René Wagner wäre nun also gut beraten, gemeinsam mit seinen Trainerkollegen seine Trainingseinheiten zu hinterfragen. Am Dienstag ließ der Cheftrainer seine Spieler zunächst in einer Shuttle-Run-Einheit weiterlaufen. Allerdings verabschiedeten sich die Profis jetzt erst einmal in die lange Länderspielpause.


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu