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Falls Blessin bei Gladbach scheitert: Wie gefährlich wird es für Schröder?

Ein Jahr, drei Trainer-Entscheidungen. Das Resultat: Der Abstiegskampf. Bei der Borussia dürfte inzwischen auch Rouven Schröder als angezählt gelten.
VonYannik Möller
Auch Rouven Schröder wird auf Alexander Blessin hoffen
Auch Rouven Schröder wird auf Alexander Blessin hoffen | picture alliance/GettyImages

Noch kein ganzes Jahr ist Rouven Schröder nun als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach tätig. Und trotzdem hat er in dieser Zeit schon drei Trainer-Entscheidungen getroffen.

Begonnen hat das mit der Frage, ob er Eugen Polanski vom Interims- zum Cheftrainer befördern soll, nachdem dieser von Gerardo Seoane übernommen hatte. Schröder entschied sich für Polanski. Das tat er gleich nochmal zum Ende der vergangenen Saison, als die große Saisonanalyse darüber entscheiden sollte, ob der Coach noch immer der richtige Mann an der Seitenlinie ist. Zuletzt jedoch musste Polanski dann doch gehen, Alexander Blessin wurde verpflichtet.

Damit hat Schröder den mit wichtigsten Teil seiner Aufgabe bei der Borussia, nämlich für die Cheftrainer verantwortlich zu sein, bereits mehrere Male ausüben müssen. Verbessert hat sich über Entscheidung eins und zwei nichts, im Gegenteil: Die Fohlenelf steht mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Blessin muss die Mannschaft zügig stabilisieren und möglichst aus dem Abstiegskampf führen.

Sollte das jedoch nicht gelingen, oder auch nur mit so viel Mühe und Not, dass man zum Saisonende schon wieder über den Cheftrainer diskutieren muss, stellt sich eine Frage: Wie eng könnte es für Schröder werden?

Rouven Schröder
Auch im Sinne von Schröder muss die Blessin-Entscheidung sitzen | Christian Verheyen/GettyImages

Schröders Arbeit unter dem Brennglas: Fallen ihm die Trainer-Entscheidungen auf die Füße?

Die rund um die Borussia zumeist sehr gut informierte Rheinische Post geht davon aus, dass das Schröder-Schicksal mit Blessin stehen oder eben auch fallen wird. Sollte der Polanski-Nachfolger ebenfalls an und mit der Mannschaft scheitern, sollte der Abstiegskampf das vorherrschende Thema am Niederrhein bleiben – dann könnte es auch für den Sportdirektor eng werden. Als angezählt gelte er durch seine bisherigen Trainer-Entscheidungen ohnehin schon.

Ein etwaiges Schröder-Aus steht in Mönchengladbach zwar nicht unmittelbar bevor, sobald auch Blessin seine ersten Niederlagen mit der Fohlenelf verdauen muss. Es geht dabei eher um die grundsätzliche Richtung, die der Klub über die nächsten Wochen und Monate einschlagen wird. Dafür ist natürlich auch der Transfer-Winter noch sehr wichtig, den ein potenziell erst kurz zuvor eingestellter Manager kaum im positiven Sinne ausreizen könnte. Nicht zuletzt deshalb ist ein Wechsel auf der Sportdirektoren-Ebene, zunächst unabhängig vom Verlauf bis zur kurzen Pause rund um den Jahreswechsel, in diesem Kalenderjahr nicht mehr zu erwarten.


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