Auf den letzten Drücker gab Eintracht Frankfurt am Deadline Day Jean-Mattéo Bahoya an Premier-League-Klub Leeds United ab. Mit im Gepäck: Eine laut der Bild vereinbarte Kaufpflicht in Höhe von 30 Millionen Euro, die ab zehn Pflichtspieleinsätzen greift.
In Frankfurt plante man vermutlich schon sicher mit dieser Summe für den kommenden Sommer, doch nach gut zwei Monaten bei seinem neuen Verein sieht die Wahrheit für Bahoya anders aus. Erst drei Pflichtspiele absolvierte er für Leeds, wobei er nur insgesamt elf Minuten spielte.
Farke kritisiert – und stichelt
Trainer Daniel Farke, der von den Fans sogar im Supermarkt auf das Thema angesprochen wird, erklärt, weshalb es für den Flügelspieler aktuell nicht reicht: "Er muss seinem Spiel etwas mehr Körperlichkeit verleihen. Er muss seine Entscheidungsfindung, seinen Torabschluss und verschiedene Aspekte seines Spiels verbessern."
"Ich habe in der Bundesliga gearbeitet, sie ist ein gutes Produkt, aber es ist einfacher, auf Bundesliga-Niveau Einfluss zu nehmen als in der besten Liga der Welt, auf Premier-League-Niveau."Daniel Farke
Eine lange Liste also für Bahoya, der bei Frankfurt in der Bundesliga begeisterte. Auf das deutsche Oberhaus kann sich Farke dabei einen Seitenhieb nicht verkneifen. "Ich habe in der Bundesliga gearbeitet, sie ist ein gutes Produkt, aber es ist einfacher, auf Bundesliga-Niveau Einfluss zu nehmen als in der besten Liga der Welt, auf Premier-League-Niveau", erklärte Farke bestimmt.
Bahoya unter Zugzwang
Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Farke war während seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga nicht sehr erfolgreich. Dennoch hat er Recht damit, wenn er sagt, dass die Körperlichkeit in der Premier League noch einmal deutlich höher als in der Bundesliga ist.
Der 50-Jährige fordert deshalb Geduld mit Bahoya: "Wir können nicht erwarten, dass wir einen jungen Spieler verpflichten, der bei einem Bundesliga-Klub auf der Bank saß, und dass er sofort einen großen Einfluss hat und einer unserer wichtigsten Spieler wird."
In Frankfurt werden sie hoffen, dass Bahoya schnell einige Schritte nach vorn machen und sich zumindest in die Rotation spielen wird. Ansonsten könnten die eigentlich fest eingeplanten 30 Millionen Euro wackeln.
