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"Enttäuscht von mir selber": Hertha hadert nach Torlos-Remis mit eigenen Chancen

Den achten Sieg im achten Spiel konnte Hertha BSC nicht erreichen. Die fehlende Effizienz vor dem Tor mündete in einem torlosen Remis in Kiel.
VonYannik Möller
In Kiel kam die Mannschaft von Stefan Leitl nicht über ein Remis hinaus
In Kiel kam die Mannschaft von Stefan Leitl nicht über ein Remis hinaus | picture alliance/GettyImages

Im Vorfeld zu dem Auswärtsspiel bei Holstein Kiel hatte Stefan Leitl noch mit dem möglichen Saisonstart-Rekord geliebäugelt, an dem seine Mannschaft bis dahin gewerkelt hatte. Aus den ersten sieben Spielen wurden bereits sieben Siege geholt. Ein achter Sieg hätte Hertha BSC mit einem 40 Jahre alten Meilenstein gleichziehen lassen (90min berichtete).

Am Freitagabend ist die Serie jedoch gerissen, der Rekord wieder in weite Entfernung gerutscht. Ausgerechnet in Kiel und damit beim bis dato Tabellenletzten der 2. Bundesliga kam der Hauptstadtklub nicht über ein torloses 0:0-Unentschieden hinaus.

Die Statistiken weisen zwar vier Großchancen und ein Torschussverhältnis von 15 zu sechs im Sinne der Hertha aus, doch belohnen konnte sich die Leitl-Mannschaft schlussendlich nicht. Immerhin: Mit dem 1. FC Nürnberg konnte parallel auch der zurzeit erste Verfolger in der Tabelle nicht gewinnen, musste sich ebenfalls mit einer Punkteteilung (bei Energie Cottbus) zufriedengeben.

Grønning hadert mit sich selbst – Leitl nimmt den Punkt trotz guter Torchancen gerne mit

"Ich denke die zweite Halbzeit hat mehr ausgesagt, da machen wir auch mehr Druck als in der ersten Halbzeit. Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir hier nicht den achten Sieg in dieser Saison geholt haben", zeigte sich Sebastian Grønning nach dem Abpfiff bei Sky etwas frustriert.

Angesprochen auf die Torchancen, die er auch selbst auf dem Fuß hatte, reagierte der Stürmer deutlich: "In der ersten Halbzeit würde ich sagen, macht es der Kiel-Torwart auch einfach gut. Etwa bei meinem Schuss in die lange Ecke. Aber in der zweiten Halbzeit war es nicht gut genug von mir. Ich bin auch enttäuscht von mir selber, mit den Momenten, in denen ich da sein muss."

"Jeder Punkt ist wichtig", wollte Leitl nach dem Abpfiff zunächst nicht allzu sehr mit dem verpassten Auswärtssieg hadern. "Wenn man ein Spiel nicht gewinnen kann, dann verlierst du es aber auch nicht."

Lobend hob der Cheftrainer der Hertha die zweite Halbzeit seiner Mannschaft hervor, "weil wir dann gezeigt haben, wie wir Fußball spielen und Chancen kreieren können". Insgesamt wäre ein Sieg "mehr als verdient gewesen", führte er weiter aus. Ein Sonderlob gab es von Leitl noch für Timon Weiner, den Kiel-Keeper: "Er hat sein super Spiel gemacht. [...] In der Situation, in der die Kieler zurzeit sind, brauchst du auch einen guten Torhüter – und den hatten sie heute."


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