Mit Oskar Wojcik hat Werder Bremen im Sommer einen interessanten Innenverteidiger verpflichtet. Beim 3:2-Heimsieg gegen den FC Augsburg sammelte der Pole zwar immerhin seine ersten elf Einsatzminuten, doch sein Mehrwert fürs Team war bislang überschaubar.
Den Saisonauftakt beim SC Freiburg (1:4) verpasste Wojcik noch aufgrund muskulärer Probleme, allerdings saß er in den darauffolgenden beiden Partien gegen Leipzig (3:1) und in Köln (1:1) je 90 Minuten auf der Bank. Dass ihn SVW-Trainer Daniel Thioune gegen Augsburg endlich debütieren ließ, lag wohl einzig daran, dass Amos Pieper in der Schlussphase der Partie angeschlagen ausgewechselt werden musste.
In der Länderspielpause bekommt Wojcik zwar die Gelegenheit, im Training auf sich aufmerksam zu machen. In die erste Elf dürfte er allerdings nicht so leicht kommen. Neben Pieper ist derzeit auch Kapitän Marco Friedl gesetzt, das Duo geht mit guten Leistungen voran. Das gibt Thioune eigentlich keinen Grund, um sein Abwehrzentrum plötzlich umzubauen.
Thioune erklärt Wojciks Situation - und macht ihm Mut
"Ich wollte auf seiner Position nicht viel wechseln, weil wir auf anderen Positionen viele Veränderungen hatten. Deshalb gab es noch nicht so die Möglichkeit für ihn, sich in den Vordergrund zu spielen", erklärte Thioune gegenüber Bild, fügte aber immerhin an: "Er hat aber jetzt gezeigt, dass er Bundesliga spielen kann."
Und weiter: "Er würde sicherlich gerne mehr Zeit auf dem Platz verbringen. Aktuell ist er aber der Ersatz der beiden Innenverteidiger. Er ist dazu eingeladen, sich weiter anzubieten. Ich bin mir sicher, dass er sich lieber ein- statt unterordnen würde."
Da die Werder-Profis in der langen Länderspielpause mindestens ein Testspiel bestreiten sollen, dürfte Wojcik nun endlich mehr Spielpraxis erhalten. Beim nächsten Ligaspiel bei Borussia Dortmund am 9. Oktober muss der Sommerzugang, der immerhin für 3,5 Millionen Euro vom polnischen Erstligisten KS Cracovia kam, aber aller Voraussicht nach wieder auf der Bank Platz nehmen.
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