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Dzeko nur noch als Joker? Muslic hat eine klare Meinung

Schalke bekommt Edin Dzeko nicht in Szene gesetzt. Miron Muslic sieht die Schuld nicht beim Stürmer selbst. Dennoch bleibt die Frage, ob er dann nicht eher als Joker einzusetzen wäre.
VonYannik Möller
Auch beim Heimspiel gegen Mainz kam Edin Dzeko nicht zur Entfaltung
Auch beim Heimspiel gegen Mainz kam Edin Dzeko nicht zur Entfaltung | Lars Baron/GettyImages

Am Samstagnachmittag bekam Edin Dzeko seinen zweiten Startelfeinsatz in dieser Saison zugestanden. Über eine Stunde lang durfte er bei der 0:1-Niederlage gegen Mainz 05 aufspielen, kam dabei aber überhaupt nicht zur Entfaltung. Lediglich 17 Ballkontakte hatte er zu verzeichnen, von Torchancen war gar nicht erst die Rede.

Nach dem Spiel wurde auch unter den Fans des FC Schalke die Diskussion geführt, ob Dzeko überhaupt noch ein Startelfkandidat sein sollte. Ob er nicht als Joker wertvoller sein dürfte, wurde Miron Muslic anschließend auch von der Bild gefragt.

"Edin hat eine Qualität, die uns helfen kann und helfen wird. Er ist ein super Kombinationsspieler, ein super Zielspieler und überragend im Strafraum. Aber dann musst du ihn auch in seine Stärken bringen. Das haben wir gegen Mainz kollektiv nicht geschafft", entgegnete der S04-Coach.

Muslic sieht nicht Dzeko selbst als Problem

Muslic macht den unsichtbaren Dzeko also viel eher an der Kollektivleistung fest – und damit nicht am 40-Jährigen selbst.

Zur Wahrheit gehört: Würde er im und am gegnerischen Strafraum mit entsprechenden Zuspielen und Flanken gefüttert werden, könnte Dzeko sicherlich eine große Torgefahr ausstrahlen. Aktuell ist Schalke aber nicht soweit, dass diese Voraussetzung überhaupt gegeben ist. Daher kommt die Vermutung auf, dass der Routinier für die aktuellen S04-Auftritte einfach nicht die beste Wahl für die Sturmspitze ist.

Zu häufig muss Schalke als Aufsteiger auf die Umschaltmomente setzen, worauf unter Muslic auch der Fokus liegt. Dzeko kann aber nicht auf einen 20-Meter-Sprint geschickt werden, dabei höchstens als Wandspieler agieren. Seiner großen Stärke, der Torgefahr durch seinen Torriecher, wird er dadurch beraubt.

Mulder plädiert eher für Jokerrolle

Youri Mulder hingegen scheint Dzeko auch eher in einer Jokerrolle zu sehen, wie er gegenüber der Bild erklärte: "Ich denke, dass Edin als Joker sehr wertvoll sein kann. Ja, absolut! Er ist ein Spieler von herausragender Qualität. Und wenn man die in den letzten 20 Minuten oder so braucht – dann gibt es dafür vielleicht keinen Besseren!"

In der Startelf habe es am Samstag nicht geklappt, da er "kaum ins Spiel gefunden" habe, so Mulder weiter. Dazu merkte er an: "Aber wir müssen uns auch ein wenig nach seiner Qualität richten. Wenn wir die Bälle tief in den Raum spielen, dann hat man von Edin Dzeko natürlich wenig."


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