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Durch Stürmer-Engpass: Wie sich die Rolle von El Mala verändert - und was er davon hält

Trainer René Wagner erklärt, wie Said El Mala künftig eingesetzt werden soll und wie der Offensivstar seine neuen Rolle findet.
VonThomas Wygold
Said El Mala bejubelt seinen Treffer im Derby gegen Mönchengladbach
Said El Mala bejubelt seinen Treffer im Derby gegen Mönchengladbach | Lars Baron/GettyImages

Der jüngste Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach brachte dem 1. FC Köln nicht nur drei Punkte und das süße Gefühl eines Derbysiegs. Er zeigte auch, dass die Kölner den Personalproblemen in der Offensive trotzen können, zumindest gegen einen Gegner mit einigen eigenen Problemstellen.

Mit Thijs Dallinga (Kreuzbandriss) und Ragnar Ache (Oberschenkelverletzung) fehlten dem FC im Derby zwei wichtige Angreifer, die auch in den kommenden Wochen bzw. sogar Monaten (Dallinga) ausfallen werden. Trainer René Wagner musste deshalb nach Lösungen suchen und fand eine Variante, die gegen Gladbach zumindest über weite Strecken funktionierte. Vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Freitagabend (20.30 Uhr) soll daraus nun offenbar mehr als nur eine einmalige Notlösung werden.

Unter Strom: FC-Trainer René Wagner mit El Mala im Derby
Unter Strom: FC-Trainer René Wagner mit El Mala im Derby | picture alliance/GettyImages

Im Mittelpunkt steht (natürlich) Said El Mala. Der Nationalspieler soll künftig nicht mehr ausschließlich über den Flügel kommen, sondern deutlich häufiger ins Zentrum rücken und dort zeitweise die Stürmerrolle übernehmen. Wagner will seinem Top-Talent damit mehr Freiheiten geben und gleichzeitig die Ausfälle im Angriff auffangen.

Wagner erklärt El Malas neue Rolle

Für El Mala ist das keineswegs Neuland. Schon in der vergangenen Saison kam er immer wieder auch zentral zum Einsatz. Wagner sieht darin vor allem für die Defensivarbeit Vorteile.

"Said hat das schon letzte Saison öfter gespielt. Er hat da gegen den Ball eine Gabe, Situationen zu erschnuppern, Bälle abzufangen und durch seine Geschwindigkeit alleine aufs Tor zuzulaufen. Das haben wir jetzt schon in verschiedenen Spielen gesehen. Diese Situationen kreiert Said, wenn er aus dem Zentrum kommt", erklärte der FC-Coach.

Aber auch im Kölner Ballbesitz soll die größere Bewegungsfreiheit El Malas Stärken besser zur Geltung bringen. Auf dem Flügel könne der 20-Jährige leichter aus dem Spiel genommen werden, glaubt Wagner.

"Said soll sich seine Momente schnappen. Wenn er außen steht und auf dem Flügel glatt verteidigt werden kann, hat er oft Probleme, weil er da gedoppelt werden kann", erklärte der FC-Trainer: "Wenn er aber aus dem Zentrum nach außen schwimmen kann, ist er nicht so einfach zu verteidigen und findet schon eher mal eine Lücke. Wir müssen es schaffen, dass er diese Freiheiten kriegt. Und wenn wir ihn durch eine zentralere Position dazu zwingen können, macht es ihn als Spieler besser."

El Mala fühlt sich im Zentrum wohl

Auch El Mala selbst kann sich mit der neuen Aufgabe offenbar gut anfreunden. Laut Wagner ging die Initiative nach den Verletzungen von Dallinga und Ache sogar teilweise vom Offensivspieler selbst aus.

"Nach den Ausfällen der Stürmer hat Said auch direkt gefragt, ob er wieder für die Position infrage kommt, weil er sich da wohlfühlt und verbessern will", verriet Wagner, der sich durch durch die neue Doppel-Rolle zusätzliche Möglichkeiten erhofft: "Das gibt uns eine andere Komponente im Offensivspiel und kann uns zu mehr Variabilität verhelfen."

Schon am Freitagabend in Frankfurt (20:30 Uhr) dürfte El Mala deshalb wieder zwischen Flügel und Sturmzentrum pendeln. Für den FC soll die Umstellung im besten Fall auch dabei helfen, eine lange Negativserie zu beenden: Saisonübergreifend warten die Kölner seit dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim am 3. Oktober 2025 auf einen Auswärtssieg.


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