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Droht der vorzeitige Abgang? Real-Superstar hadert offenbar mit den Bossen

Trotz herausragender Torquote rumort es um Kylian Mbappé: Fehlende Klub-Unterstützung und Kader-Frust könnten Real Madrid im Sommer vor ein echtes Transfer-Beben stellen.
VonMoritz Jonas
Trifft zwar wie am Fließband, wirkt abseits des Rasens aber zunehmend frustriert: Real-Star Kylian Mbappé
Trifft zwar wie am Fließband, wirkt abseits des Rasens aber zunehmend frustriert: Real-Star Kylian Mbappé | Angel Martinez/GettyImages

Auf dem Rasen liefert er zuverlässig ab, doch hinter den Kulissen im Santiago Bernabéu braut sich offenbar ein heftiges Gewitter zusammen: Kylian Mbappé hat sich bei Real Madrid längst als sportliche Lebensversicherung etabliert – in 111 Pflichtspielen sammelte der französische Ausnahmekönner sagenhafte 108 Scorerpunkte (94 Tore, 14 Vorlagen). Auch in der laufenden Spielzeit steht der Stürmer nach acht Partien bereits wieder bei acht Treffern und zwei Assists.

Dennoch rumort es gewaltig um den 27-Jährigen. Wie der renommierte französische RMC-Journalist Daniel Riolo bei Cadena SER enthüllte, sei ein vorzeitiger Abschied der Sturm-Ikone aus Madrid keineswegs ausgeschlossen. Der Grund: Mbappé sei tief enttäuscht von der sportlichen Entwicklung unter Rückkehrer José Mourinho und dem fehlenden Fortschritt des Kaders.

"Wenn er nicht die Mannschaft hat, die er will, ist es möglich, dass er den Klub im nächsten Sommer verlässt", schlug Riolo Alarm und beschrieb Mbappés aktuelle Gemütslage drastisch: "Es fühlt sich an, als wäre ihm alles egal, er scheint in seiner eigenen Welt zu sein. Das Team ist dasselbe wie im vergangenen Jahr, mit denselben Problemen. Es gibt nichts Neues." Trotz Mbappés Torlaune liegen die Königlichen in La Liga aktuell nur auf Rang vier – bereits sechs Zähler hinter Erzrivale FC Barcelona.

Ärger um Ballon-d'Or-Lobby und lockende Engländer

Ein weiterer wunder Punkt soll die mangelnde interne Unterstützung im Rennen um den Ballon d’Or 2026 sein. Mbappé habe laut Riolo das Gefühl, dass sich die Führungsetage der Madrilenen – anders als in früheren Jahren bei anderen Klub-Ikonen – nicht mit voller Wucht hinter seine Kampagne für den Goldenen Ball gestellt habe.

Die Unzufriedenheit ruft prompt die Konkurrenz auf den Plan. Berichten zufolge soll vor allem der FC Liverpool seine Fühler ausstrecken. Wie Journalist Gallardo behauptet, habe es in den vergangenen Wochen bereits ersten Kontakt zwischen den Reds und Mbappés Mutter und Beraterin Fayza Lamari gegeben. Für den Franzosen sei die Premier League im Falle eines Abschieds das erklärte Wunschziel.

Mourinho bügelt Schweiz-Debatte ab

Hielt auf der Pressekonferenz schützend seine Hand über seinen Top-Stürmer: Real-Trainer José Mourinho
Hielt auf der Pressekonferenz schützend seine Hand über seinen Top-Stürmer: Real-Trainer José Mourinho | Anadolu/GettyImages

Zuletzt sorgten zudem Berichte abseits des Rasens für Zündstoff: Nach einer Knieblessur im Kreise der französischen Nationalmannschaft reiste Mbappé zur Regeneration in ein Schweizer Resort und wurde dort beim Fahrradfahren gefilmt – woraufhin in spanischen Medien prompt eine Debatte über angebliche Verletzungsrisiken entbrannte.

Trainer José Mourinho platzte vor dem jüngsten 1:0-Sieg gegen den FC Villarreal jedoch der Kragen. Angesprochen auf die Kritik an dem Kurztrip wies "The Special One" die Vorwürfe gewohnt scharf zurück: "Die echten Probleme, die der Fußball erlebt, reichen wohl nicht aus. Es war ein Hotel, das aus kleinen Häusern bestand, und die Fahrräder wurden genutzt, um zwischen den Bereichen hin- und herzufahren. Und man bekommt den Eindruck, er hätte die Tour de Suisse gemacht. Das ist lächerlich."

Gegen Villarreal stand Mbappé prompt wieder über die vollen 90 Minuten auf dem Feld. Die Wogen auf dem Rasen sind damit zwar geglättet – ob der Superstar seinen bis 2029 datierten Vertrag in Madrid jedoch tatsächlich langfristig erfüllt, wird vor allem davon abhängen, ob Real im Titelkampf endlich die Kurve kriegt.


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