Der 1. FC Nürnberg hat sich zu einem Top-Team der 2. Bundesliga entwickelt und sich erstmal in der Spitzengruppe festgesetzt. Es läuft bei Trainer Miroslav Klose und seinem Team, das sich auch gegen Widerstände behaupten kann - wie jüngst beim wilden 4:4 gegen den VfL Wolfsburg, bei dem sich die Nürnberger nach einem 2:0-Rückstand fast noch den Sieg erkämpften. Als Zweiter ist der FCN voll auf Kurs.
Einer der offensiven Leistungsträger der ersten Saisonphase ist Julian Justvan, der bereits drei Tore und eine Vorlage beisteuerte. Der 28-Jährige kam zunächst über die rechte Außenbahn, musste nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Finn Ole Becker aber desse Vertreter auf der Zehnerposition geben. Und genau von dieser Position möchte Justvan nun offenbar nicht mehr weichen. Droht ein Positionskampf in der so harmonisch funktionierenden Mannschaft oder gar Ärger im Paradies?
Becker muss vorerst machtlos zusehen
"Ich will der Ballverteiler sein. Das ist einfach meine Stärke. Das Eins-gegen-eins offensiv über den Flügel ist auch eine Möglichkeit, aber mir liegt dann doch eher die zentrale Rolle", wird Justvan von der Bild zitiert: "Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Ich hatte deutlich mehr Spielanteile und auch die eine oder andere Chance. Das Zusammenspiel im Zentrum mit Fernandez und Markhiev klappt extrem gut. Wir haben eine gute Rotation und sind schwer zu greifen."

Dabei hatte Justvan noch zu Saisonbeginn betont, auf der Außenbahn mit Aktionen zu haben, die er für sein Spiel brauche. Nun hat sich bei dem flexiblen Offensivspieler offenbar ein Sinneswandel eingestellt, der dem bisherigen Zehner Becker nicht gefallen dürfte.
Doch der ist ohnehin nach einer Meniskus-OP noch längere Zeit raus. Laut Bild wird eine Rückkehr erst im neuen Jahr erwartet. Dann könnte Becker ein harter Kampf um seinen angestammten Platz erwarten, sollte sich die Variante mit Justvan im Zentrum weiter bewähren.
