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Die nächsten Jungen Wilden! Warum das Seimen-Debüt eine neue VfB-Ära einläutet

Dennis Seimen feierte am Samstag sein Pflichtspieldebüt für den VfB. In Zukunft könnten und sollen weitere Jugendspieler der Schwaben diesen Schritt gehen.
VonTim Pflieger
Dennis Seimen hat gegen seinen Ex-Klub debütiert.
Dennis Seimen hat gegen seinen Ex-Klub debütiert. | picture alliance/GettyImages

Ausgerechnet beim SC Paderborn, wo Seimen im vergangenen Jahr auf Leihbasis spielte, durfte der Torwart des VfB Stuttgart zum ersten Mal in der Bundesliga auf dem Rasen stehen. Der 20-Jährige war nach der Partie emotional so berührt, dass ihm die Tränen kamen und er von seinen Mitspielern und auch ehemaligen Paderborn-Kollegen in die Arme genommen wurde.

Zwar war Seimen die Nervösität in diesem Ausnahmezustand anzumerken, allerdings blieben seine kleinen Patzer im Aufbauspiel unbestraft und er krönte sein Liga-Debüt direkt mit einer Weißen Weste. Seit der U12 ist der gebürtige Heilbronner für die Schwaben aktiv, er durchlief seither alle Jugendabteilungen in Stuttgart und wurde über den Mini-Umweg in der zweiten Mannschaft zum Stammtorwart des Champions-League-Teilnehmers. Diesen Vorzeigeweg sollen in Bad Cannstatt zukünftig noch weitere Talente gehen.

Seimen das erste VfB-Talent seit zehn Jahren

Obwohl der VfB eine der besten Jugendakademien in ganz Deutschland besitzt, konnten sich die hauseigenen Talente in den letzten Jahren nie richtig durchsetzen. Egal ob Lilian Egloff, Samuele Di Benedetto, Leon Dajaku oder Luca Raimund - keines der Juwele schaffte den endgültigen Durchbruch in Stuttgart.

Das letzte VfB-Talent, das auch zum Dunstkreis der Stammspieler gehörte, war Berkay Özcan, der zur 2. Bundesliga-Saison 2016/17 erstmals in Erscheinung getreten ist. Der mittlerweile 28-Jährige sammelte letztlich 46 Einsätze für den Verein, ehe er 2019 für 1,5 Millionen Euro zum Hamburger SV weiterzog. Und seither warten VfB-Fans sehnlichst auf die neue Generation der Jungen Wilden. Mit Seimen hat das Warten nun ein Ende - und weitere Stuttgarter Juwele sollen in den nächsten Jahren nachziehen.

Diese VfB-Talente könnten den Durchbruch schaffen

Um die Zukunft des VfB-Nachwuchs braucht man sich keine Sorgen machen. Die Leihen von Laurin Ulrich (zentrales Mittelfeld) zum SC Paderborn und Florian Hellstern (Torwart) zu Greuther Fürth sollen die beiden Talente auf den Sprung in den festen VfB-Kader vorbereiten. Ulrich ist bislang unter Ralf Kettemann gesetzt und zeigt bereits in Ansätzen, welche Dynamik er aus seiner Achterposition entwickeln kann und welcher Spielwitz in ihm steckt. Währenddessen zeigt Hellstern in Fürth bislang tadellose Leistungen und erinnert ein bisschen an Seimen in der vergangenen Zweitliga-Saison.

Wer jetzt schon regelmäßig dem Spieltagskader unter Sebastian Hoeneß angehört und bereits bei der TSG Hoffenheim sein Bundesliga-Debüt geben durfte, ist Yanik Spalt (zentrales Mittelfeld). Der VfB-Coach schwärmte nach der Vorbereitung regelrecht vom 19-jährigen Österreicher, es spricht vieles für eine gute Spalt-Zukunft im Ländle.

Und auch dahinter stehen noch einige spannende VfB-Talente in der Warteschlange: Zu den interessantesten Namen gehören aus der zweiten Mannschaft Collin Schramm (Linksverteidiger), Luca Berreth (Innenverteidiger), Ertugrul Yigit (zentrales Mittelfeld) und Enis Redzepi (Mittelstürmer). Bei der U19 sollte ein Auge auf Felix Neunhoeffer (Innenverteidiger), Massimo Di Benedetto (zentrales Mittelfeld) und Brayann Kenmoe (Mittelstürmer) geworfen werden.


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