Die Bundesliga setzt so viel auf junge Nachwuchstalente, wie keine andere Topliga. Egal, ob aus Deutschland, Frankreich, England oder Spanien: Viele Juwelen gehen in der Bundesliga wichtige Schritte, um später zu internationalen Top-Klubs oder in die Premier League zu wechseln.
Mit Yan Diomande (Real Madrid), Johan Manzambi (Aston Villa), Ilyas Ansah (Hull City), Chema (Brighton) und Aurele Amenda (Coventry City) sind auch in diesem Sommer wieder große Talente weitergezogen. Doch auch in dieser Saison steckt die Bundesliga voller vielversprechender zukünftiger Stars. Das sind die zehn besten Talente der Bundesliga.
Hinweis: Die Top-10 ist in keiner bestimmten Reihenfolge aufgeführt.
Die zehn besten U21-Talente der Bundesliga
1. Ibrahim Maza (20 Jahre)

Kein wirklicher Hottake, aber Ibrahim Maza steht eine Weltkarriere bevor. Der offensive Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen wurde nicht ohne Grund neunter Platz bei der Wahl zur Kopa-Trophäe 2026.
Wenn Maza an den Ball kommt, kann jeder Zeit Gefahr entstehen. Kaum ein Spieler in der Bundesliga hat eine bessere Ballbehandlung als der Algerier, er kann mehrere Gegenspieler mit seinen Bewegungen schnell aussteigen lassen.
Zudem besitzt er über ein großes Auge für seine Mitspieler und kann diese mit tödlichen Pässen durch die engsten Schnittstellen perfekt in Szene setzen.
Immer wieder wird Maza mit einem Wechsel zu Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. Wo auch immer seine Reise hingeht, die ganz große Bühne dürfte dem gebürtigen Berliner schon bald gehören. Gut möglich, dass er sich dann auch nicht mehr "nur" mit den U21-Talenten bei der Kopa-Trophäe misst, sondern direkt Jagd auf den echten Ballon d’Or macht.
2. Finn Jeltsch (20 Jahre)

Finn Jeltsch bringt genau das gewünschte Profil eines modernen Innenverteidigers mit: Das Talent des VfB Stuttgart ist schnell, hat einen mutigen Spielaufbau, dribbelt immer wieder an und weiß auch körperlich gegen bullige Stürmer ordentlich dagegenzuhalten.
Jürgen Klopp hat den 20-Jährigen schon zum DFB-Team eingeladen und dort wird er auch in Zukunft mit Sicherheit seinen ersten Einsatz erhalten. Wann das genau sein wird, liegt stark an Jeltsch selbst.
Noch ist Jeltsch zwar kein eisenharter Abwehrchef wie sein Kollege Jeff Chabot, aber er bringt das Gesamtpaket mit, ein Innenverteidiger auf Weltklasse-Niveau zu werden.
3. Konstantinos Karetsas (18 Jahre)

Zuletzt hat der BVB sein Griechen-Juwel Konstantinos Karetsas schmerzlich vermisst. Der 18-Jährige hatte sich eine Bänderverletzung zugezogen.
Aber in den ersten Saisonspielen hat der Zehner gezeigt, was er den Dortmundern geben kann. Karetsas verfügt über einen unglaublichen Spielwitz und eine jugendliche Unbekümmertheit.
Seine größte Stärke liegt darin, seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. So profitiert auch Serhou Guirassy davon, wenn Karetsas auf dem Platz steht.
4. Wael Mohya (17 Jahre)

Wael Mohya ist ein typischer Straßenkicker - auch Baller genannt. Er sucht liebend gerne das Eins-gegen-Eins und scheut sich nicht davor, dann auch mal potenziell den Ball zu verlieren.
Durch seine starken Dribblings und seine exzellente Technik befreit sich das Gladbach-Talent regelmäßig aus Drucksituationen. Zudem ist sein Abschluss mit beiden Füßen gefährlich. Von seinem Spielstil erinnert Mohya ein wenig an Jamal Musiala.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Mohya ruht sich nicht auf seiner Gabe mit dem Ball aus, sondern arbeitet fleißig für das Team und legt eine gesunde Zweikampfhärte an den Tag.
Die noch etwas fehlende Körperlichkeit Mohyas könnte in den nächsten Monaten und Jahren noch ausgeglichen werden - das Juwel ist immerhin noch nicht einmal volljährig.
5. Said El Mala (20 Jahre)

Wenn der 1. FC Köln trifft, hat meistens Said El Mal seine Finger im Spiel. Der 20-jährige DFB-Debütant liebt es, wenn er Wiese vor sich hat und in schnelle Umschaltbewegungen kommt. Seinem unglaublichen Tempo können nur die wenigsten Gegenspieler standhalten.
El Mala liebt es auch, wenn er von der linken Seite nach innen ziehen und zum spiegelverkehrten Robben-Abschluss ansetzen kann. So sind schon mehrere seiner Pflichtspieltreffer für den Effzeh gefallen.
Manchmal geht El Mala aber noch zu sehr mit dem Kopf durch die Wand, was ab und zu dazu führt, dass er auch einen besser positionierten Mitspieler übersieht.
6. Noahkai Banks (19 Jahre)

Schaut man auf Noahkai Banks, denkt man nicht, dass der Innenverteidiger vom FC Augsburg erst 19 Jahre alt ist. Der Deutsch-Amerikaner strahlt schon eine gute Ruhe aus und bringt für sein Alter bereits eine bemerkenswerte physische Präsenz auf den Platz.
In der Luft ist Banks schon richtig stark, außerdem glänzt der 19-Jährige mit einem guten Aufbauspiel und einer taktischen Flexibilität in Dreier- und Viererkette.
Kleinere Patzer hat Banks zwar hin und wieder noch drin, aber mit weiterer Spielzeit in der Bundesliga wird auch die Anzahl an Leichtsinnsfehlern zurückgehen.
7. Christian Kofane (20 Jahre)

Christian Kofane hat in der Bundesliga schon unter Beweis gestellt, dass er weiß, wo das Tor steht, Der Stürmer von Bayer Leverkusen traf schon sieben Mal im deutschen Oberhaus.
Mit seiner wuchtigen Spielweise bringt Kofane eine enorme Präsenz in der gegnerischen Box mit und setzt sich gut gegen seine Gegenspieler durch. Sowohl in der Luft als auch auf dem Boden weiß der Kameruner seine Körperlichkeit geschickt zu seinem Vorteil zu machen. Außerdem bringt er schon einen guten Torabschluss mit.
Wo noch Luft nach oben ist, ist beim ersten Kontakt. Kofane hat häufiger das Problem, dass er den Ball bei der Annahme unsauber mitnimmt oder das Spielgerät verspringt.
8. Dennis Seimen (20 Jahre)

Im Tor setzen die meisten Klubs auf Erfahrung, häufig spricht man erst ab 30 Jahren von einem gestandenen Schlussmann.
Doch der VfB geht stattdessen mit dem erst 20-jährigen Dennis Seimen als Stammkeeper in die Saison. Der Deutsche gilt als eines der größten Torhütertalente des Landes oder gar Europas.
In seinen ersten Einsätzen für die Schwaben war Seimen die Nervosität noch anzumerken, aber wer ihn in der 2. Bundesliga beim SC Paderborn gesehen hat, weiß, was für ein Monster-Kerl der 20-Jährige zwischen den Pfosten sein kann.
Womöglich sprechen wir bei Seimen in ein paar Jahren über die neue Nummer eins beim DFB.
9. Lennart Karl (18 Jahre)

Obwohl Lennart Karl beim FC Bayern aktuell nicht in seiner besten Verfassung ist, darf er in dieser Liste natürlich nicht fehlen.
In engsten Räumen findet Karl oft geniale Lösungen, der 18-Jährige kann zu Dribblings ansetzen, die kaum ein anderer Bundesliga-Profi drauf hat.
Weil Karl auf den ersten Metern so explosiv ist, bekommen Gegenspieler dicke Probleme. Außerdem macht auch er gerne den Robben-Move und zieht von rechts in die Mitte, um zum Abschluss zu kommen.
Zuletzt bekam Karl Gegenwind von Uli Hoeneß, der den Youngster für seinen Umgang mit den sozialen Medien kritisierte.
10. Joane Gadou (19 Jahre)

Mit 36,55 km/h ist Joane Gadou vom BVB aktuell der drittschnellste Spieler der Bundesliga. Nur Alphonso Davies (36,7) und Sheraldo Becker (36,58) waren schneller.
Darüber hinaus ist der 19-Jährige extrem breit, es sieht dadurch manchmal so aus, als würde er seine Gegenspieler zum Frühstück fressen. Gadou könnte der Königstransfer schlechthin vom BVB gewesen sein - zumindest bringt er dafür alle Voraussetzungen mit.
Wenn Gadou jetzt noch an seiner Genauigkeit im Spielaufbau und seiner grundsätzlichen Konstanz arbeitet, könnte der Weg zu einem der besten Innenverteidiger der Welt geebnet sein.
