Nach der 0:2-Niederlage vom VfB Stuttgart bei Galatasaray Istanbul in der Champions League wurde Deniz Undav gefragt, ob er von Jürgen Klopp schon Bescheid bekommen habe, dass er beim DFB dabei ist oder eben nicht. "Nein, ich weiß noch nichts", antwortete der VfB-Kapitän, der sich allerdings auch keine großen Hoffnungen macht: "Ohne Tore ist es schwer, dabei zu sein."
In allen Wettbewerben hat Undav erst zwei Treffer erzielt. Der Stürmer traf in der Champions League bei Slovan Bratislava und erzielte den entscheidenden Last-Minute-Siegtreffer im DFB-Pokal zum 1:0 beim SC Paderborn. In der Bundesliga wartet der 30-Jährige jedoch immer noch auf sein erstes Erfolgserlebnis.
Undav ratlos wegen Torausbeute

Auf die stark ausbaufähige Torquote angesprochen, fand Undav auch keine richtige Erklärung. "Ich habe keinen Kommentar dazu, wieso es so wenig ist. Ich weiß es wirklich nicht", meinte der Deutsche: "Ich versuche daran zu arbeiten, aber es wird nicht. Ich komme irgendwie nicht rein."
Immerhin: Als Vorlagengeber glänzte Undav in dieser Saison schon, der 30-Jährige steht aktuell bei wettbewerbsübergreifend fünf Assists und es hätten noch mehr sein können, wenn der VfB vor dem Tor etwas eiskalter gewesen wäre.
"Ich kann das einfach", zeigte sich Undav über seine Qualitäten als Passgeber selbstbewusst: "Ich sehe viele Dinge, die andere vielleicht nicht sehen. Dadurch, dass Ange [Stiller] ausfällt, muss ich seinen Part bisschen mehr übernehmen, weil er davor unser offensives Spiel gestaltet hat. Ich kann die Pässe, es müssen nur die Laufwege gemacht werden."
VfB-Doppelsechs ohne Taktgeber Stiller

Tatsächlich hat sich Undav gegen Galatasaray bereits häufiger fallen lassen, das Spiel an sich gerissen und gut dosiert versucht, den tödlichen Pass zu spielen. Mit Atakan Karazor, der in Istanbul verletzt vom Platz musste, und Grischa Prömel auf der Doppelsechs fehlt dem VfB das typische Metronom. Sonst bestimmt Stiller das Tempo im Spiel der Schwaben. Auch Youngster Yanik Spalt kommt mehr über seine Zweikämpfe und die Energie.
