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DFB-Comeback: Rudi Völler macht die Tür für Bundesliga-Torjäger auf

Rudi Völler öffnet die Tür für eine DFB-Rückkehr von Niclas Füllkrug: Nach seinem Last-Minute-Treffer gegen Dortmund spricht der Sportdirektor über ein mögliches Comeback.
VonMoritz Jonas
Trifft an der Weser wieder wie am Fließband: Rückkehrer Niclas Füllkrug
Trifft an der Weser wieder wie am Fließband: Rückkehrer Niclas Füllkrug | picture alliance/GettyImages

Nach unglücklichen Stationen im Ausland bei West Ham United und der AC Mailand erlebt Niclas Füllkrug an alter Wirkungsstätte eine bemerkenswerte Renaissance: Seit seiner Leih-Rückkehr zum SV Werder Bremen im Spätsommer ist der Mittelstürmer wieder die unumstrittene Lebensversicherung im Angriff.

Fünf Pflichtspieltreffer stehen für den 33-Jährigen bereits zu Buche – die Krönung folgte am Freitagabend, als er im Signal Iduna Park gegen Ex-Klub Borussia Dortmund tief in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand einköpfte.

Weil den jüngeren Offensivkräften im Nationalteam unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zuletzt in der Nations League die Durchschlagskraft fehlte, befeuert Füllkrugs Torlaune unweigerlich die Debatte um eine DFB-Rückkehr. Nun hat sich DFB-Sportdirektor Rudi Völler am Sonntag im Sport1 Doppelpass erstmals überraschend offen zu einem möglichen Comeback geäußert.

"Kopfbälle kann er, das ist schon mal Fakt. Wenn er solche Tore erzielt – ja, warum nicht?", erklärte Völler auf die Frage nach dem Werder-Knipser und kündigte an: "Jürgen Klopp wird das verfolgen die nächsten Spiele."

Völler verweist auf die EM 2028

Öffnet die DFB-Tür für den Routinier zumindest einen Spaltbreit: Sportdirektor Rudi Völler
Öffnet die DFB-Tür für den Routinier zumindest einen Spaltbreit: Sportdirektor Rudi Völler | picture alliance/GettyImages

Gleichzeitig trat der Weltmeister von 1990 jedoch ein Stück weit auf die Euphoriebremse. Dass Füllkrug noch als langfristige Zukunftslösung im Sturmzentrum eingeplant wird, scheint mit Blick auf das Alter unwahrscheinlich. "Wir reden über die EM in zwei Jahren, da ist er noch mal älter", betonte Völler mit Verweis auf das Turnier 2028 in Großbritannien, bei dem der Angreifer 35 Jahre alt wäre.

Ein gänzliches Ausschlusskriterium sei das Alter auf der Jagd nach Toren aber keineswegs: "Wenn es so weitergeht – er hat ja bewiesen, dass du ihn immer reinschmeißen kannst. Gute Leistungen in der Bundesliga helfen." Zudem profitiere Füllkrug an der Weser davon, anders als in England das uneingeschränkte Vertrauen zu spüren und bis zum Schlusspfiff auf dem Feld zu stehen.

"Wenn mein Land mich braucht, bin ich da"

Mit 14 Treffern in 24 Länderspielen besitzt Füllkrug eine Quote, die im deutschen Angriff ihresgleichen sucht – bei der WM 2022 und der Heim-EM 2024 stach er jeweils als Edeljoker hervor. Klopp setzte bei seinem Einstand im Oktober auf frische Gesichter wie Jonathan Burkardt, Nick Woltemade oder Younes Ebnoutalib.

Füllkrug selbst geht mit der Situation gewohnt pragmatisch um und drängt sich nicht lautstark auf, lässt dem Bundestrainer aber alle Optionen offen: "Ich spreche nicht gerne darüber. Als Bundestrainer hat Jürgen Klopp mit seiner ersten Nominierung viel ausgesagt. Es ist zukunftsorientiert, jung, wild und neu. Dafür habe ich Verständnis."

Sollte der Anruf jedoch kommen, stünde die DFB-Legende parat: "Wenn mein Land mich braucht, bin ich immer für mein Land da." Knipst der Routinier an der Weser so weiter, wird Klopp an ihm kaum vorbeikommen.


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