Borussia Dortmund wird am Wochenende definitiv noch ohne Konstantinos Karetsas auskommen müssen, dazu ließ BVB-Coach Niko Kovac offen, ob der Grieche im DFB-Pokal gegen Werder Bremen (27. Oktober) einsatzbereit sein wird.
"Wir werden ihn morgen nicht dabei haben", ließ Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel (24. Oktober) verlauten. "Gegen Bremen müssen wir schauen, da kann ich noch nichts zu sagen. Wir werden niemanden irgendwo reintreiben, was zu gefährlich ist."
Karetsas hatte sich am vergangenen Wochenende gegen Union Berlin (17. Oktober) am Sprunggelenk verletzt und musste nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung schon wieder ausgewechselt werden. Am Montag gab BVB-Boss Lars Ricken schließlich bekannt, dass die Verletzung glücklicherweise nicht so schlimm sei wie zunächst befürchtet.
Karetsas-Verletzung: Voller Fokus auf den Klassiker?
Für Kovac gilt eine eindeutige Devise: "Es ist besser, man pausiert noch ein Spiel mehr als vielleicht dann einen Monat." Dabei wird der Trainer sicherlich auch den Klassiker im Kopf haben, der am kommenden Wochenende (31. Oktober) in München stattfindet.
Anstatt einen zu frühen Karetsas-Einsatz gegen Werder Bremen zu riskieren, möchte Kovac mutmaßlich sicherstellen, dass der Grieche gegen den FC Bayern definitiv dabei sein kann – auch wenn es nur als Edeljoker sein wird. Insofern ist die Zurückhaltung des Deutsch-Kroaten durchaus nachvollziehbar.
Schlotterbeck voll gefordert
Anders ist die Lage bei Nico Schlotterbeck, der sich bei der Nationalmannschaft ebenfalls am Sprunggelenk verletzt hatte und schnell zurückgekehrt war. Dortmunds Vize-Kapitän hatte gegen Bodö/Glimt zwar eine Schonpause erhalten, davor und danach aber ingesamt dreimal über 90 Minuten auf dem Feld gestanden.
"Der Stand ist positiv", sagte Kovac, auch wenn Schlotterbeck noch Schmerzen habe. "Man sieht, wie wichtig er für die Mannschaft ist, wie viel er sich auch aufopfert."
Da Schlotterbeck schon im Sommer lange verletzt gefehlt hatte, möchte Kovac ihn derzeit nicht zu sehr schonen. Denn: Regelmäßige Einsätze helfen dem Verteidiger dabei, körperlich in Bestform zu kommen. "Deswegen wird er spielen, sofern er selbst nicht kommt und sagt, dass er sich etwas geschwächt fühlt. Denn Minuten für ihn sind wichtig", stellte Kovac klar.
