Skip to main content

BVB im Last-Minute-Glück: Kovac mit harter Kritik und goldenem Sabitzer-Händchen

Borussia Dortmund gibt gegen Werder Bremen erneut eine 2:0-Führung her. Vor dem Klassiker in München sorgt das für deutliche Kritik.
VonSimon Zimmermann
Niko Kovac musste gegen Bremen wieder zittern
Niko Kovac musste gegen Bremen wieder zittern | INA FASSBENDER/GettyImages

Déjà-vu für Borussia Dortmund am Dienstagabend. Wie schon Anfang Oktober am 5. Bundesliga-Spieltag gab der BVB im Heimspiel gegen Werder Bremen eine 2:0-Führung aus der Hand. Doch während die Liga-Partie in einem bitteren Remis endete, zog Schwarzgelb den Kopf in der zweiten Runde des DFB-Pokals doch noch aus der Schlinge.

In der Nachspielzeit erzielte Joker Marcel Sabitzer per Traumfreistoß das 3:2-Siegtor. Trainer Niko Kovac erzählte am ZDF-Mikro im Anschluss, dass es dazu beinahe nicht gekommen wäre.

So sorgte Kovac für die Sabitzer-Erlösung

"Das war total crazy. Eigentlich sagte der Schlotti zu Sabi, lass den Svensson flanken, also weg vom Tor. Und ich rief von draußen rein: 'Sabi, schieß bitte!'. Weil ich weiß, was der für einen Schuss hat. Und nicht nur hier in Dortmund, sondern auch schon damals in der österreichischen Zeit."

"Das ist einer der emotionalsten Momente im BVB-Trikot."
Sabitzer über sein Siegtor (Sky)

BVB 3-2 Werder: Die Highlights im Video


Deutliche Kovac-Kritik: "Taktisch einfach nicht gut gemacht"

Wirklich zufrieden war Kovac mit dem Auftritt seiner Mannschaft aber nicht. Vier Tage vor dem Klassiker gegen den FC Bayern in München hielt Kovac fest: "Wir müssen uns auf jeden Fall steigern. Aber wenn wir so auftreten wie in der zweiten Halbzeit, wird es in München sicherlich sehr viel schwieriger."

Viel eher sollte es so laufen, wie in den ersten 45 Minuten. Der BVB ging schon nach 17 Minuten mit 2:0 in Führung. "Die erste Halbzeit war richtig gut, das muss ich sagen. Das haben wir klasse gemacht, haben den Gegner hinten reingedrückt", lobte Kovac.

Fand dann aber auch sehr kritische Worte zum zweiten Durchgang. Nachdem man es verpasst habe, die Partie "platt zu machen", sei es "ein wildes Spiel" geworden. "Also so stelle ich mir das nicht vor, aber Ende gut, alles gut. Wir haben das taktisch einfach nicht gut gemacht, wir waren viel zu offen. Durch die Mitte sind sie vier, fünf Mal in der zweiten Halbzeit durchgebrochen. Das darf nicht passieren und deswegen war das 2:2 dann zum Schluss letzten Endes verdient für die Bremer und wir haben mit dem Lucky Punch das 3:2 noch machen dürfen."

Ricken stimmt Kovac zu – "Sollten wir uns in München nicht erlauben"

Sportchef Lars Ricken sah es in einer Medienrunde nach dem Spiel ähnlich: "Wir haben die Kontrolle über das Spiel verloren. [...] Deshalb war die zweite Halbzeit natürlich nicht gut. Aber wir sind am Ende zurecht weitergekommen."

Mit Blick auf das kommende Duell gegen den FC Bayern ergänzte Ricken: "Da wird es mit so einer zweiten Halbzeit natürlich relativ schwierig. Das sollten wir uns in München nicht erlauben.


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu