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Brisante Vorgeschichte mit El Mala: Effzeh disst Ex-Kölner Castrop nach Derbysieg

Der 1. FC Köln hat am Sonntag den großen Befreiungsschlag im Derby gelandet. Nach dem Abpfiff ging die Freude auch im Netz weiter.
VonFranz Krafczyk
Said El Mala hat dem 1. FC Köln drei Punkte im Derby beschert
Said El Mala hat dem 1. FC Köln drei Punkte im Derby beschert | picture alliance/GettyImages

Der 2:1-Sieg im Derby gegen Borussia Mönchengladbach war enorm wichtig für den 1. FC Köln. Durch den zweiten Erfolg in dieser Saison haben sich die Geißböcke ein wenig Luft verschafft. Neben Trainer René Wagner, der zuletzt stark in der Kritik stand, durfte auch Said El Mala kräftig durchatmen.

Nach seiner Durchbruchsaison erwischte der 20-jährige Offensivstar keinen guten Start in die neue Spielzeit. Zwar traf El Mala bereits beim Auftaktspiel gegen die TSG Hoffenheim (3:2), danach blieb er aber wochenlang glücklos, fiel zum Teil auch erkrankt aus. Nun entschied er mit seinem Siegtreffer das emotional aufgeladene Derby.

Den Erfolg nutzte der Effzeh auch für einen kleinen Konter im Netz. Auf Instagram veröffentlichten die Kölner einen zweiteiligen Beitrag. Auf dem ersten Bild ist der jubelnde El Mala mit der englischen Überschrift "There is such a difference..." zu sehen (auf Deutsch: "Es besteht so ein großer Unterschied...”), auf dem zweiten Slide ein gephotoshoppte Abbildung des Gladbachers Jens Castrop, der auf einer Couch sitzt, eine Fernbedienung und ein Kölsch in der Hand hält. Dazu der Schriftzug "... between us“ ("... zwischen uns").

El Mala und Castrop duellieren sich auf TikTok

Der Hintergrund: Zuletzt setzten Said El Mala und Jens Castrop beide jeweils einen TikTok-Post mit dem besagten Satz "There is such a difference between us" ab. El Mala machte dabei den Anfang, zeigte erst ein Foto von sich in der Gladbacher Jugend und dann ein Bild, wie er sein Tor gegen Hoffenheim im Effzeh-Dress bejubelt.

Kurz darauf reagierte Castrop mit einem ähnlichen Beitrag, drehte den Spieß aber um. Zunächst war er im Training des 1. FC Köln mit dem damaligen Trainer Steffen Baumgart zu sehen, im zweiten Bild aber dann, wie er im Gladbach-Trikot einen seiner beiden Derbytreffer im März bejubelt. Zur Erinnerung: Gegen seinen Jugendklub war er damals beim 3:3-Unentschieden mit zwei Treffern der beste Mann auf dem Platz.

Castrop reagiert: "Sagt einfach, wenn ihr mich zurückwollt"

Nun also die nächste Retourkutsche, wie sie auf den offiziellen Kanälen eines Bundesligisten eher selten zu sehen ist. Der Effzeh schrieb unter seinen Beitrag: "Ihr solltet doch weniger bei TikTok sein, Jens Castrop", und spielte damit auf die Aussagen von Tim Kleindienst an. Dieser hatte nach der 3:4-Niederlage gegen Elversberg vor einigen Wochen wutentbrannt erklärt, dass gerade die jungen Spieler weniger Zeit mit sozialen Medien verbringen sollten, um sich mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Fairerweise sei dazu gesagt, dass Castrop seiner Mannschaft aufgrund einer Schulterverletzung am Sonntag nicht mithelfen konnte, die fünfte Niederlage im fünften Saisonspiel abzuwenden. Nach dem provokanten Beitrag der Kölner reagierte der 23-Jährige am Sonntag auf Instagram noch mit den Worten: "Medienabteilung besser als das Team." Und auf TikTok schob er sogar noch hinterher: "Sagt einfach, wenn ihr mich zurückwollt."

Ob er das Spiel auf der heimischen Couch verfolgte und dabei tatsächlich genüsslich ein Kölsch trank, ist aber nicht überliefert.


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