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"Bravourös umgesetzt!": Gladbach holt ersten Saisonsieg in Stuttgart – die Stimmen

Am siebten Spieltag zieht die Borussia den ersten Dreier. Umso größer war anschließend die Erleichterung bei allen Beteiligten. Wael Mohya stand beim 3:2-Erfolg im Fokus.
VonYannik Möller
Die Borussia durfte am Freitagabend den ersten Saisonsieg feiern
Die Borussia durfte am Freitagabend den ersten Saisonsieg feiern | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Und plötzlich sieht die Welt am Niederrhein schon nicht mehr ganz so trüb aus.

Am Freitagabend konnte sich Borussia Mönchengladbach verdient gegen den VfB Stuttgart durchsetzen und mit dem 3:1 auch den ersten Saisonsieg am siebten Spieltag einfahren. Auffällig war, dass die Mannschaft von Alexander Blessin trotz des frühen Rückstands in der fünften Spielminute und angesichts der bisherigen Ausbeute nicht zerfiel, und sich stattdessen aufrappeln und das Auswärtsspiel noch drehen konnte.


Gladbach hat "das Herz in die Hand genommen": Große Erleichterung bei der Fohlenelf

"Da sieht man schon, dass einiges abfällt. Man hat sich wochenlang den Kopf zerbrochen, wie wir das alles hinbekommen. Es waren ereignisreiche Wochen", zeigte sich Rouven Schröder nach dem Abpfiff sehr erleichtert (via Rheinische Post). Mit dem Abpfiff waren sich der Sportdirektor und der Cheftrainer jubelnd in die Arme gesprungen.

"Wo alle dachten, es nimmt seinen Lauf, haben wir das Herz in die Hand genommen. Wir haben leidenschaftlich gekämpft, Fußball gespielt und sind leidenschaftlich angelaufen", lobte Schröder auch die Reaktion der Mannschaft nach dem frühen Rückstand.

Rouven Schröder
Auch Rouven Schröder war die Erleichterung anzusehen | DeFodi Images/GettyImages

Beinahe hätte sich die Borussia sogar noch über den Halbzeitpfiff geärgert – immerhin hatte die Fohlenelf zuvor eine starke Drangphase, in der durchaus schon der zweite Treffer nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich hätte fallen können. "Wir haben gesagt, dass wir noch einmal 45 Minuten leiden müssen und keine Ausreden suchen dürfen. Das haben die Spieler bravourös umgesetzt. Ich habe keinen Rhythmusbruch gesehen, sondern wir haben genauso weitergespielt", fiel das Lob von Blessin dann umso größer aus.

Schlussendlich hätten sich "alle belohnt", führte Schröder weiter aus. Auch nachdem die Stuttgarter rund zehn Minuten vor dem Abpfiff nochmal verkürzen konnten, blieb die Borussia fokussiert und verteidigte die 3:2-Führung souverän über die Zeit.

Wichtig war für die Gladbacher jedoch, nach aller berechtigten Freude nach dem Abpfiff, dass sich auf diesem Erfolgserlebnis nicht ausgeruht werden darf. Schröder betonte: "Der Trainer hat es gleich im Mannschaftskreis gesagt, dass das nur der Anfang sein kann. Siege schmecken einfach, und man hat dann ein ganz anderes Lebensgefühl." Dennoch dürfe man diesen Auswärtsdreier nun auch genießen, "weil die letzten Wochen schwierig waren". Nun wolle man den Fans am Dienstagabend einen Sieg im DFB-Pokal schenken, wenn es daheim gegen den Karlsruher SC geht.


Mohya mit Assist und Tor – Entwarnung nach der Auswechslung

Im Fokus des Auswärtssieges in Stuttgart stand zweifelsohne Wael Mohya. Der 17-Jährige spielte sehr gute 70 Minuten, konnte den 2:1-Führungstreffer vorbereiten und das dritte Tor dann sogar selbst einköpfen.

"Ich bin in der Aktion dringeblieben. So etwas fordern der Trainer und die Jungs von mir. Ich soll einfach mal ins Dribbling gehen. Das hat in der Szene überragend geklappt und wurde belohnt", kommentierte der Youngster die Szene rund um den 3:1-Treffer.

Wael Mohya
Wael Mohya nach dem Abpfiff | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Dass er vergleichsweise frühzeitig ausgewechselt wurde, obwohl er gut im Spiel war, sollte aber keine Reaktion auf etwaige Beschwerden gewesen sein. "Es ist nur ein Eisbein, das hatte ich schon mal. Es geht mir sehr gut. Nach dem Spiel bin ich gerannt zu den Fans. Darum kann es nichts Schlimmes sein", gab es die Entwarnung von Mohya.

Insgesamt sei die Erleichterung über den Sieg auch bei ihm entsprechend groß gewesen: "Uns ist allen ein Stein vom Herzen gefallen, dass wir die ersten drei Punkte einfahren konnte. Das ist geil und wir haben es uns alle verdient. [...] Ein großer Faktor war, dass wir uns nach dem 0:1 nicht haben hängenlassen, sondern weitergemacht haben und das 1:1 geschossen haben."


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