Bittere Nachricht für den Hamburger SV: Albert Grönbaek, größter Lichtblick des schwachen Saisonstarts, fällt länger aus als zunächst gehofft. Wie die Rothosen am Samstag bekanntgaben, zog sich der 25-Jährige einen Faserriss im rechten Oberschenkel zu. Er wird dem HSV damit in den kommenden Wochen im Kampf aus dem Tabellenkeller fehlen. Die Hamburger hatten zunächst auf eine schnelle Rückkehr nach der Länderspielpause gehofft - doch daraus wird nun nichts.
Statt der noch anstehenden Nations-League-Partien gegen Wales und Portugal geht es für Grönbaek vorzeitig zurück nach Hamburg. Einen exakten Zeitraum für die Zwangspause nannte der HSV nicht. Der Verein teilte lediglich mit, dass der Däne in den "nächsten Wochen" kürzertreten müsse. Der Bild zufolge ist bei dieser Verletzung eine Ausfallzeit von drei bis fünf Wochen zu erwarten.
Grönbaek hatte sich auf der Länderspielreise mit der dänischen Nationalmannschaft verletzt. Der HSV-Star war im Skandinavien-Duell mit Norwegen (2:3) erst in der 82. Minute eingewechselt worden. Nach dem Spiel war bereits zu sehen, wie Grönbaek am Oberschenkel bandagiert wurde – schon da ließ sich eine Muskelverletzung erahnen. MRT-Untersuchungen im Kreis der Nationalmannschaft, die mit der medizinischen Abteilung des HSV abgestimmt waren, brachten nun die bittere Diagnose.
Grönbaek beim HSV bislang der beste Offensivspieler
Für die Hamburger wiegt der Ausfall besonders schwer, weil sich Grönbaek in den ersten Wochen der neuen Saison zu einem der wichtigsten Spieler entwickelt hat. In allen fünf bisherigen Pflichtspielen stand der offensive Mittelfeldmann in der Startelf. Im DFB-Pokal beim 3:0 gegen Verl erzielte er beide Tore, beim jüngsten 2:1 in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln bereitete er beide Hamburger Treffer vor. Damit war Grönbaek maßgeblich an den bislang einzigen beiden Erfolgserlebnissen der Saison beteiligt.
Erst Anfang Juni hatte der HSV Grönbaek nach einer halbjährigen Leihe fest verpflichtet. Nun wird Trainer Merlin Polzin in einer schwierigen Phase vorerst auf einen der wenigen Spieler verzichten müssen, die zum Saisonstart konstant für offensive Akzente sorgen konnten. In der Bundesliga geht es für Polzin und Co. nach der Länderspielpause bei der TSG Hoffenheim weiter, ehe der HSV eine Woche später Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart empfängt.
