Es war der 02. Mai, ein später Samstagabend. Gerade eben hatte der FC Schalke mit dem 1:0-Heimsieg über Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht, als der nächste große Jubelsturm losbrach: Auf dem großen Videowürfel in der Veltins Arena wurde der Verbleib von Miron Muslic bis 2028 bekanntgegeben.
Bei Königsblau ist Muslic so beliebt, wie es kaum Cheftrainer vor ihm waren. Bei der Aufstellung vor dem Spiel wird sein Name, neben Leistungsträgern und Stammspielern wie Loris Karius, Kenan Karaman oder auch Timo Becker, regelmäßig mit am lautesten durch das Stadion gerufen. Im Verein überwiegt die Hoffnung, dass man in Muslic endlich einen Trainer gefunden hat, der über mehrere Jahre bleiben und für gute Resultate sorgen könnte.
Baumann möchte mit Muslic verlängern – und die Ausstiegsklausel löschen
Das sehen nicht nur die Fans so, sondern auch die Verantwortlichen. Spätestens mit dem Aufstieg hat sich der Cheftrainer einen großen Kredit erwerben können. Frank Baumann ist und bleibt von Muslic überzeugt. So sehr, dass laut der Sport Bild auch eine vorzeitige Vertragsverlängerung angedacht ist.
Die Rahmenbedingungen: Aktuell ist Muslic bis 2028 an den S04 gebunden. Der Haken ist und bleibt die Ausstiegsklausel, die auch für den nächsten Sommer gilt. Sie soll bei fünf bis acht Millionen Euro liegen, je nachdem, welcher Klub sie ziehen würde. Den Informationen der Sport Bild ist es das klare Ziel von Baumann, den Vertrag bis 2029 oder gar 2030 verlängern und in diesem Schritt auch die Ausstiegsklausel für den nächsten Sommer zu entfernen. Dadurch hätte Schalke die Gewissheit und Planungssicherheit, dass Muslic definitiv auch in der Saison 2027/28 an der blau-weißen Seitenlinie stehen würde.

Diese Gespräche sollen für das nächste Frühjahr angedacht sein, heißt es weiter. Klar dürfte sein: Je besser die aktuelle Saison bis dahin läuft und je wahrscheinlicher der Klassenerhalt scheint, desto mehr Überzeugung dürfte für die Verhandlungen vorhanden sein. Einerseits von Baumann, der dann nur umso weniger über personelle Veränderungen zum Saisonende nachdenken müsste. Andererseits von Muslic, der um seine verdiente und bisherige Arbeit bei den Knappen weiß.
Vor wenigen Wochen hatte er im 'Aktuellen Sportstudio' des ZDF zwar betont, dass er eines Tages auch noch andere Klubs oder auch die bosnische Nationalmannschaft trainieren wollen würde. Zugleich hatte er aber deutlich gemacht, dass er mit Schalke noch längst nicht fertig ist und vorhabe, noch "sehr lange" beim S04 zu bleiben.
