Der FC Bayern ist kein Verkaufsverein. Spieler werden nicht verpflichtet, um nach wenigen Jahren des sportlichen Erfolgs (für den finanziellen Vorteil) wieder verkauft zu werden. Ein solches Konzept verfolgt der deutsche Rekordmeister ausdrücklich nicht, der stattdessen immer die bestmögliche Mannschaft zur Verfügung stehen haben und auch international nicht nur konkurrenzfähig, sondern zu den besten Teams gehören möchte.
Umso wichtiger ist es, dass es trotzdem hier und da nennenswerte Millionen-Einnahmen gibt. Dafür haben auch in der jüngeren Vergangenheit etwa manche Leihspieler gesorgt. Junge Talente aus den eigenen Reihen, die sich bei ihren Leihvereinen etabliert und einen Namen gemacht haben, sodass sie anschließend für gute Ablösesummen gewechselt sind.
Leihspieler-Duo in Liga zwei sorgt für deutliche Marktwert-Steigerung
Diese Herangehensweise kann zurzeit auch bei Deniz Ofli und Javier Fernández verfolgt werden. Beide sind zurzeit in die 2. Bundesliga verliehen, wo sie für den Karlsruher SC und den 1. FC Nürnberg aufspielen.
Die beiden 19-jährigen Leihspieler des FCB haben auch beim jüngsten Update der von transfermarkt geschätzten Marktwerte profitiert. Ofli wurde von zwei auf drei Millionen Euro angehoben, Fernández sogar von drei auf sechs Millionen Euro. Natürlich handelt es sich dabei um einstellige Millionensummen, doch sind die Steigerungen von 50 beziehungsweise gar 100 Prozent deutlich. Sie untermalen die Entwicklung, die die beiden Youngster bislang nehmen konnten.
Aseko als gutes Beispiel
Auch die Bild merkt entsprechend an: Das ist ein Erfolgsgeschäft für die Münchener. Entweder die Leihspieler kehren an die Säbener Straße zurück und haben dank der Entwicklung und Spielpraxis bessere Chancen, vielleicht sogar unter Vincent Kompany beim FCB langsam Fuß zu fassen – oder aber sie können für gute Summe und auf Basis ihrer Leihsaisons verkauft werden.
Das Blatt führt dafür Noel Aseko als gutes Beispiel an: Der Mittelfeldspieler war anderthalb Jahre an Hannover 96 verliehen, wechselte anschließend für zwölf Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt. Die Bayern sollen damit rund zehn Millionen Euro erwirtschaftet haben. Und das mit einem Spieler, der keine einzige Einsatzminute bei den FCB-Profis gespielt hat.
Bei Ofli und Fernández dürften sich die Münchener also eine ähnliche Entwicklung erhoffen. Der erste Schritt dafür scheint bereits getan zu sein.
