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Bayern vor dem Klassiker: Bei diesem Leistungsträger ist weiterhin Geduld gefragt

Vor den nächsten Topspielen muss der FC Bayern seine Optionen sorgfältig abwägen. Eine Rückkehr wird zwar greifbarer, für den nächsten Schritt reicht es aber noch nicht.
VonMoritz Jonas
Jamal Musiala arbeitet nach seinem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel am Comeback
Jamal Musiala arbeitet nach seinem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel am Comeback | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Beim FC Bayern München stehen innerhalb weniger Tage zwei anspruchsvolle Aufgaben an: erst der Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund, dann das Champions-League-Auswärtsspiel bei Atlético Madrid. Co-Trainer Aaron Danks muss deshalb nicht nur die Aufstellung planen, sondern auch genau beobachten, welche Spieler für die Belastung bereit sind.

Bei einem wichtigen Offensivspieler ist die Entwicklung positiv, trotzdem soll der nächste Einsatz nicht erzwungen werden. Für das Duell mit dem BVB am Samstag kommt eine Rückkehr in den Kader noch zu früh.

Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel

Betroffen ist Jamal Musiala. Der FC Bayern bestätigte am 25. September einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel, den sich der 23-Jährige beim Aufwärmen vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in den Niederlanden zugezogen hatte. Er musste daraufhin vorzeitig aus dem DFB-Camp abreisen und begann seine Reha in München.

Für die Rückkehr ins Mannschaftstraining braucht es bei Jamal Musiala weitere Schritte
Für die Rückkehr ins Mannschaftstraining braucht es bei Jamal Musiala weitere Schritte | NurPhoto/GettyImages

Seitdem arbeitet Musiala schrittweise an seinem Comeback. Anfang Oktober absolvierte er bereits individuelle Übungen auf dem Platz, darunter Richtungswechsel und Ballarbeit. Ins Mannschaftstraining ist er aber noch nicht zurückgekehrt.

Sky-Reporter Kerry Hau zufolge heilt die Verletzung gut. Dennoch ist ein Kaderplatz gegen Dortmund nicht vorgesehen. Auch für das Atlético-Spiel am Dienstag gilt eine Rückkehr derzeit als unrealistisch. Die Bayern wollen den Offensivspieler behutsam aufbauen und vermeiden, dass ein zu früher Wiedereinstieg einen Rückschlag verursacht.

Warum Bayern nichts überstürzen will

Ein Muskelfaserriss braucht Zeit, bevor ein Spieler wieder die volle Trainings- und Spielbelastung bewältigen kann. Individuelle Ballübungen sind ein Fortschritt, ersetzen aber nicht die Belastung im Mannschaftstraining und im Wettkampf. Der Klub hat keinen konkreten Termin für Musialas Rückkehr genannt.

Anfang Oktober absolvierte Musiala bereits Richtungswechsel und Ballübungen
Anfang Oktober absolvierte Musiala bereits Richtungswechsel und Ballübungen | F. Gabke/GettyImages

Die Vorsicht kommt vor dem Hintergrund seiner längeren Verletzungspause im vergangenen Jahr. Nach einer schweren Verletzung am Wadenbein kehrte Musiala erst im Januar 2026 wieder auf den Platz zurück. Im März fiel er zudem wegen einer Sprunggelenksverletzung aus. Die jüngste Verletzung ist damit ein weiterer Rückschlag in einer Phase, in der Bayern ihn wieder regelmäßig einbauen wollte.

Bayern muss zunächst ohne Musiala planen

Musialas Fehlen nimmt Danks eine besondere Option im Offensivspiel: Der Nationalspieler kann auf engem Raum Gegner überspielen, selbst Chancen kreieren und Mitspieler in Szene setzen. Gegen Dortmund und Atlético muss Bayern diese Aufgaben zunächst anders verteilen.

Wann Musiala wieder im Kader stehen kann, bleibt offen. Für die Münchner zählt vorerst nicht, möglichst schnell ein Comeback zu verkünden, sondern den nächsten Schritt erst dann zu gehen, wenn der Spieler die Belastung vollständig verkraftet.


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