Zwei Einsätze, zwei Zu-null-Spiele: Daniel Batz hat sich bei Borussia Mönchengladbach innerhalb weniger Tage als zuverlässiger Rückhalt erwiesen. Nach dem 2:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC überzeugte der Ersatzkeeper auch beim torlosen Remis gegen den SC Paderborn. Bei seinem Bundesliga-Debüt im Alter von 35 Jahren zeigte Batz mehrere gute Paraden und strahlte große Sicherheit aus.
Besonders bei einem Abschluss von Tom Baack war Batz mit einer starken Reaktion zur Stelle. Auch bei hohen Bällen und im Spielaufbau hinterließ der Sommerneuzugang aus Mainz einen guten Eindruck. Sportchef Rouven Schröder fand nach der Partie lobende Worte: "Es hat alles Hand und Fuß, was er macht." Vor allem die Erfahrung und Körpersprache des Torhüters hob Schröder hervor.
Batz selbst stellte dagegen das Mannschaftsergebnis in den Vordergrund. "Wir haben es geschafft, zu Null zu spielen. Darauf können wir aufbauen", erklärte er nach dem Remis gegen Paderborn. Tatsächlich hat sich die zuvor anfällige Gladbacher Defensive unter Blessin zuletzt deutlich stabilisiert.
Wer steht gegen den HSV zwischen den Pfosten?
Die starken Leistungen von Batz werfen dennoch eine Frage auf: Wie sicher ist der Stammplatz von Moritz Nicolas noch? Der 29-Jährige gehörte in der vergangenen Saison zu den wichtigsten Leistungsträgern der Borussia, leistete sich in der laufenden Spielzeit allerdings mehrere Fehler. In seinen ersten sieben Bundesliga-Einsätzen musste er bereits 22 Gegentore hinnehmen, wobei die schwache Defensivleistung der gesamten Mannschaft ihren Anteil daran hatte.

Trainer Alexander Blessin hatte sich bereits vor dem Pokalspiel unmissverständlich positioniert: "Mo bleibt die Nummer eins, da gibt es nichts dran zu rütteln." Dass Batz anschließend zweimal zum Einsatz kam, lag an muskulären Problemen seines Konkurrenten. Ursprünglich hatte Blessin sogar im Pokal gegen Karlsruhe mit Nicolas geplant.
Für das kommende Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Freitag (6. November) deutet sich nun die Rückkehr des Stammkeepers an. "Wir können davon ausgehen, dass Moritz Nicolas uns Freitag wieder zur Verfügung steht", erklärte Blessin nach dem Paderborn-Spiel. Mit Blick auf Nicolas' Genesung und die Torwartbesetzung wollte er sich allerdings noch nicht endgültig festlegen.
Batz hält sich bedeckt
Batz selbst wollte auf Nachfrage von Sky nicht über seine Chancen auf einen weiteren Startelfeinsatz spekulieren. "Da müssen Sie den Trainer fragen", antwortete der Routinier knapp.
Noch spricht vieles dafür, dass Nicolas nach seiner Genesung ins Tor zurückkehrt. Allerdings hat Batz eindrucksvoll bewiesen, dass Blessin eine verlässliche Alternative zur Verfügung steht. Sollte Nicolas nach seiner Rückkehr erneut Unsicherheiten zeigen, könnte die Torwartfrage in Mönchengladbach schnell an Brisanz gewinnen.
