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Barça-Star nähert sich Comeback - aber ist noch Platz in der Mannschaft?

Frenkie de Jong macht nach seiner schweren Knieverletzung Fortschritte beim FC Barcelona und nähert sich seiner Rückkehr. Einfach wird es jedoch auch danach nicht.
VonThomas Wygold
In den ersten Saisonwochen nur Zuschauer: Frenkie de Jong
In den ersten Saisonwochen nur Zuschauer: Frenkie de Jong | ANP/GettyImages

Nach fast drei Monaten Zwangspause kommt Frenkie de Jong seinem Comeback beim FC Barcelona immer näher. Der Niederländer arbeitet inzwischen wieder mit dem Ball auf dem Trainingsplatz und absolviert individuelle Einheiten bei mittlerer Intensität. Nach Informationen von SER Catalunya entwickelt sich seine Rehabilitation positiv, die Belastung soll nun schrittweise erhöht werden.

Verläuft die weitere Genesung ohne Rückschläge, könnte de Jong dem Bericht zufolge in zwei bis drei Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Bei Barça will man allerdings nichts überstürzen. Wann der 29-Jährige tatsächlich wieder für die Katalanen auf dem Platz stehen kann, soll weiter davon abhängen, wie sein rechtes Knie auf die zunehmende Belastung reagiert.

De Jong hatte sich während der Weltmeisterschaft einen Riss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen. Barça entschied sich anschließend für eine konservative Behandlung. Während der Niederländer nun seinem Comeback näherkommt, wartet allerdings bereits die nächste Herausforderung: Er kehrt in eine Mannschaft zurück, in der seine bisherige Rolle so womöglich gar nicht mehr existiert.

Rodri verändert Barças Mittelfeld

Denn Hansi Flick hat das Spiel der Katalanen in dieser Saison an entscheidenden Stellen verändert. Das betrifft insbesondere die Zentrale. In Flicks ersten beiden Spielzeiten bildeten de Jong und Pedri im Wesentlichen die Doppelsechs. Zwar gab es verletzungsbedingt immer wieder andere Besetzungen, grundsätzlich waren die Aufgaben im Mittelfeld aber auf zwei Spieler verteilt.

Das hat sich mit der Verpflichtung von Rodri geändert. Der Neuzugang von Manchester City ist zum zentralen Fixpunkt im Spielaufbau geworden. Statt einer klassischen Doppelsechs agiert Barça nun stärker mit dem spanischen Nationalspieler als alleiniger Schaltzentrale vor der Abwehr.

Neuer Fixpunkt im Barcelona-Mittelfeld: Rodri
Neuer Fixpunkt im Barcelona-Mittelfeld: Rodri | NurPhoto/GettyImages

Wohin mit de Jong?

Davon profitiert auch Pedri. Der 23-Jährige hat zwar seine Position etwas verändert, keineswegs aber an Bedeutung verloren. Vielmehr soll Rodri dem Kreativspieler Arbeit abnehmen. Pedri erhält dadurch größere Freiheiten, kann sich häufiger nach vorne einschalten und mit mehr Kraft in die entscheidenden Räume rund um den gegnerischen Strafraum gelangen.

Und die Anpassungen fruchten: Mit sieben Siegen aus sieben Spielen und einem atemberaubenden Torverhältnis von 31:7 thront das Flick-Team unangefochten an der Spitze von La Liga. Grund zu einer Umstellung gibt es keinen.

Für de Jong ergibt sich daraus allerdings eine interessante Frage. Schließlich gehörte genau die Position neben Pedri bislang zu seinem angestammten Platz unter Flick. Ist Rodri als alleiniger Fixpunkt vorgesehen und soll Pedri seine Freiheiten davor behalten, ist die offensichtliche Lücke für den Niederländer zunächst verschwunden.


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