Die Fußballwelt fiebert dem 26. Oktober 2026 entgegen. Dann wird in London nämlich der neue Sieger des Ballon d'Or verkündet! Und meiner Meinung nach kann es da nur einen Namen geben, der aus dem Briefumschlag hervorgeholt wird: Lamine Yamal.
Der Superstar des FC Barcelona wäre mit seinen 19 Jahren der jüngste Ballon-d'Or-Sieger aller Zeiten und war schon im Vorjahr fast am Ziel: Damals landete Yamal hinter Ousmane Dembele noch auf Rang zwei der Wertung.
Wichtig zu wissen für die Krönung in diesem Jahr: Es dreht sich ausschließlich um die Leistungen der vergangenen Saison 2025/26 – einschließlich der WM 2026. Die Auftritte der neuen Saison spielen für die Wahl keine Rolle. Zur Erinnerung: Die drei Hauptkriterien für die Wahl sollen die individuelle Leistung, der Mannschaftserfolg sowie Klasse und Fairplay des Spielers sein.
Darum hat Yamal den Ballon d'Or 2026 verdient:
1. Spielerisch allen Konkurrenten überlegen

Es gibt weltweit keinen Spieler, der so viel Spielfreude verkörpert wie Lamine Yamal. Atemberaubende Dribblings, Finten und pure Genialität kennzeichnen seinen Spielstil. Hier ein Haken, da ein Außenrist-Pass und dort ein Hackentrick. Kurzum: Für solche Spieler geht man ins Stadion und kauft sich Tickets! Yamal haut die Zuschauer von den Sitzen.
Ein wichtiges Kriterium für die Ballon-d'Or-Vergabe ist die individuelle Klasse – und zwar nicht nur basierend auf reinen Zahlen! Es zählt auch der Einfluss auf das Spiel. Und seien wir ehrlich: Niemand beeinflusst das Spiel so sehr wie der trickreiche Yamal! Es hat Prime-Messi-Vibes, was der Spanier da abliefert.
2. Zahlen können sich auch sehen lassen

Ihr sagt, ein paar Finten und pure Ästhetik reichen euch nicht? Bitte sehr, dann haue ich euch die Zahlen von Yamal an den Kopf: 28 Scorerpunkte in 28 La-Liga-Einsätzen, zehn Scorerpunkte in zehn Champions-League-Spielen und vier Scorerpunkte in sieben nationalen Pokalspielen. Macht im Schnitt quasi einen Scorerpunkt pro Spiel. Not bad, eh?
Der einzige Makel ist wohl Yamals WM-Ausbeute, da er im gesamten Turnier lediglich zwei Scorerpunkte verbuchen konnte. Man sollte aber nicht vergessen, dass er vor der WM lange verletzt war und in Nordamerika sichtbar nicht bei 100% war.
3. Titel, Titel, Titel

Gut, dann kommen wir mal zum vielleicht stärksten Argument für Yamal: Titel!!!
Denn die Teamerfolge fließen ebenfalls in die Bewertung mit ein und seien wir ehrlich: Mehr geht kaum. Yamal hat mit dem FC Barcelona die Meisterschaft gewonnen, den spanischen Superpokal und als Krönung die WM. Und das als Stammspieler und Leistungsträger, nicht als Mitläufer!
Denn auch wenn er bei der WM nur zwei Scorerpunkte verbuchen konnte, war er aus dem spanischen Team nicht wegzudenken – ab dem Achtelfinale verpasste Yamal keine einzige Sekunde. Hat schon seinen Grund, dass Luis de la Fuente seinen Star nicht vom Feld nehmen wollte.
Weder ein Rodri, noch ein Harry Kane oder Kylian Mbappé kann 2025/26 auf eine Titelsammlung zurückschauen wie Yamal.
4. Teamplayer

Trotz seiner herausragenden offensiven Fähigkeiten ist Yamal sich meistens nicht zu schade, sich in den Dienst seiner Mannschaft zu stellen. Star-Allüren sind beim Barça-Star (noch) nicht vorhanden, stattdessen opfert er sich für den Erfolg seines Teams auf.
Yamal beschränkt sich nicht nur auf seine Genialität, sondern beteiligt sich aktiv am Gegenpressing, erobert Bälle im gegnerischen Drittel und leitet somit neue Angriffe ein – eine Qualität, die bei der modernen Ballon-d'Or-Vergabe nicht unerheblich ist.
"Yamal steht für einen neuen Typus Superstar", sagte Oliver Kahn bei Sports Illustrated und spielte darauf an, dass es sich ein Messi oder Ronaldo leisten konnte, "sich nahezu vollständig aus dem System herauszunehmen". Das macht Yamal nicht. Und passend für diese neue Generation sollte er den Ballon d'Or 2026 erhalten!
Diese 30 Spieler stehen beim Ballon d'Or 2026 zur Wahl
Spieler | Verein |
|---|---|
Jude Bellingham | Real Madrid |
Pau Cubarsi | FC Barcelona |
Marc Cucurella | FC Chelsea, Real Madrid |
Ousmane Dembele | Paris Saint-Germain |
Luis Diaz | FC Bayern |
Bruno Fernandes | Manchester United |
Gabriel Magalhaes | FC Arsenal |
Erling Haaland | Manchester City |
Achraf Hakimi | Paris Saint-Germain |
Harry Kane | FC Bayern |
Kvicha Kvaratskhelia | Paris Saint-Germain |
Sadio Mané | Al Nassr |
Marquinhos | Paris Saint-Germain |
Lautaro Martinez | Inter Mailand |
Kylian Mbappé | Real Madrid |
Nuno Mendes | Paris Saint-Germain |
Lionel Messi | Inter Miami |
Joao Neves | Paris Saint-Germain |
Michael Olise | FC Bayern |
Willian Pacho | Paris Saint-Germain |
Julian Quinones | Al Qadsiah |
Declan Rice | FC Arsenal |
Rodri | Manchester City, FC Barcelona |
Fabian Ruiz | Paris Saint-Germain |
William Saliba | FC Arsenal |
Ferran Torres | FC Barcelona, Paris Saint-Germain |
Dayot Upamecano | FC Bayern |
Vinicius Jr. | Real Madrid |
Vitinha | Paris Saint-Germain |
Lamine Yamal | FC Barcelona |
