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Aufstellung & System: So dürfte Blessin sein Gladbach-Deby im Derby planen

Für die Fohlen geht es im ersten Spiel unter Trainer Alexander Blessin nach Köln zum Rheinderby. Die Personalsituation vor dem Bundesliga-Restart und die voraussichtliche VfL-Startelf.
VonSimon Zimmermann
Gladbach-Startschuss für Alexander Blessin
Gladbach-Startschuss für Alexander Blessin | IMAGO/HMB-Media

Über die Ausgangslage vor dem 101. Bundesliga-Rheinderby am Sonntagnachmittag (ab 15:30 Uhr) wurde viel geschrieben. Die Hausherren aus Köln empfangen den Erzrivalen vom Niederrhein als Tabellen-13. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen ist Effzeh-Coach René Wagner schon angezählt.

Weiter war man da schon in Gladbach. Eugen Polanski musste nach drei Spieltagen seinen Trainerstuhl räumen, auch Interimscoach Jan-Moritz Lichte schaffte es vor der Länderspielpause nicht zu punkten. Entsprechend steht der VfL mit null Punkten am Tabellenende. Alexander Blessin soll die Fohlen jetzt aus dem Keller befreien.

Honorat-Ausfall und Hoffen auf Punktlandung bei Itakura & Kleindienst

Angehen muss er das direkt im großen Derby. Und mit einigen personellen Sorgen. Neben den länger verletzten Jens Castrop, Enzo Leopold und Nicolas Kühn wird in Köln auch Franck Honorat wegen einer Muskelverletzung fehlen.

Fraglich sind dazu mit Ko Itakura und Kapitän Tim Kleindienst zwei zentrale Führungsspieler. "Es wird eine Punktlandung, da müssen wir einfach nochmal die nächsten 24 Stunden abwarten, wie sich das entwickelt", ließ Blessin auf der Pressekonferenz am Freitag bei Mittelstürmer Kleindienst einen Einsatz noch offen. Und machte bei Itakura zumindest leise Hoffnung: "Es gibt aber noch Chancen, dass er zur Verfügung steht."

Belssins Borussia spielt im 3-4-2-1

Sind beide fit genug, dürften sie in der Startelf stehen. Diese wird sich sehr wahrscheinlich in einer 3-4-2-1-Grundordnung formieren. Mit diesem System ging Blessin auch die beiden Testspiele in der Länderspielpause gegen Siegen (3:0) und St. Pauli (1:1) an.

Auf der PK meinte Blessin dazu: "Ob Dreier- oder Viererkette: Ich möchte immer einen offensiven Ansatz verfolgen. [...] Die Nuancen verschieben sich lediglich. Es ist ein Ammenmärchen, dass eine Dreier- oder Fünferkette automatisch destruktiver Fußball bedeutet."

Die voraussichtliche Startelf in Köln

Unabhängig von Blessins bevorzugtem System mit Dreierkette wird Moritz Nicolas weiter als unumstrittene Nummer eins zwischen den Pfosten stehen. Der 28-Jährige hatte vor der Länderspielpause zwar einige Wackler drin, hat aber schon hinlänglich gezeigt, dass er einer der besten Keeper der Bundesliga sein kann.

In der Dreierkette vor Nicolas darf Blessin noch auf Itakura als Abwehrchef hoffen. Spielt der Japaner, dürften Kevin Diks und Jan Leszczynski seine Nebenmänner sein. Reicht es bei Itakura nicht, könnte Landsmann Daiki Hashioka ins Team rücken. Der 27-Jährige kann neben seiner Rolle als Rechtsverteidiger auch als rechter Innenverteidiger eingesetzt werden. Diks würde in dem Fall nach links rücken.

Sander und Uno als neue Doppelsechs

Auf der Doppelsechs sollte Philipp Sander gesetzt sein, auch wenn der 28-Jährige in den beiden Testspielen unter Blessin als zentraler Spieler der Dreierkette zum Einsatz kam. Das war aber eher dem geschuldet, dass zahlreiche Fohlen-Verteidiger auf Länderspielreise waren.

"Grundsätzlich sehe ich ihn auf der Sechs", so Blessin am Freitag, wollte sich aber auch eine andere Sander-Rolle offen lassen.

Neben Sander hat Blessin gleich drei Optionen: Ex-Nationalspieler Florian Neuhaus, den 18-jährigen Mathieu Nguefack oder Sommer-Neuzugang Zento Uno. Alle würden etwas unterschiedliche Profile mitbringen. Uno in der Startelf wäre mittlerweile keine große Überraschung mehr. Blessin zeigte sich vom 22-jährigen Japaner bisher beeindruckt und untermauerte sein Lob am Freitag:

"Er hat viele Tugenden, die für mein Spiel wichtig sind: Vorwärtsverteidigen, die Gier, Zweikämpfe zu bestreiten, und die Frage, wie es nach dem Ballgewinn weitergeht. Wie ist der erste Blick? Geht er nach vorne oder nach hinten? Ist die Aktion eher destruktiv oder mutig? Damit hat er mich sehr beeindruckt."

Für das Sommer-Schnäppchen (kam für rund 500.000 Euro aus der Heimat) wäre es das Pflichtspiel-Debüt für die Fohlen-Profis.

Scally und Ullrich auf den Schienen? Vierkampf in der Offensive

Auf den Schienen spricht derweil vieles für Joe Scally und Lukas Ullrich. Der US-Amerikaner dürfte den Vorzug vor dem wiedergenesenen Yukhym Konopolia erhalten. Auch weil er wohl defensiv gegen FC-Star Said El Mala mehr Stabilität verspricht. Links hat laut Rheinische Post David Herold die Länderspielpause nicht für Eigenwerbung nutzen können. Ullrich dagegen kommt mit Rückenwind von der U21-Nationalmannschaft.

Im Sturmzentrum gilt das, was für Itakura im Abwehrzentrum gilt: Ist Kapitän Kleindienst fit, spielt er. Falls nicht, sollte Isac Lidberg noch vor Shuto Machino erste Wahl sein.

Machino ist auch einer von vier Startelf-Kandidaten auf den beiden Offensiv-Positionen hinter dem Neuner. Doch auch hier haben andere vermutlich die Nase vorn. Hugo Bolin und entweder Robin Hack oder Wael Mohya.

Die voraussichtliche VfL-Startelf im Überblick

Nicolas - Diks, Itakura (Hashioka), Leszczynski - Scally, Sander, Uno, Ullrich - Bolin, Hack - Kleindienst


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