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Aufatmen in Köln? Duell kommt für Gladbacher Derbyheld zu früh

Jens Castrop wird offenbar nicht rechtzeitig wieder fit, um Borussia Mönchengladbach in Köln zu helfen.
VonThomas Wygold
Torschütze beim Derby im März: Jens Castrop
Torschütze beim Derby im März: Jens Castrop | Christian Verheyen/GettyImages

Jens Castrop von Borussia Mönchengladbach hat bereits eine bemerkenswerte Geschichte mit den beiden größten Fußball-Rivalen im Rheinland. Ab 2015 durchlief der 23 Jahre alte Nationalspieler Südkoreas die Jugendmannschaften des 1. FC Köln. Den Sprung zu den Profis schaffte er jedoch nicht, stattdessen folgte 2022 zunächst eine Leihe und ein Jahr später der feste Wechsel zum 1. FC Nürnberg. Für den Club schaffte er in der 2. Bundesliga den Durchbruch und im Sommer vergangenen Jahres den Sprung in die Bundesliga - ausgerechnet beim großen FC-Rivalen aus Gladbach.

Doch damit nicht genug: Im März kehrte Castrop erstmals als Spieler der Fohlen nach Köln zurück - und zeigte es seinem Ex-Klub richtig. Bei dem wilden 3:3 erzielte er zwei Tore selbst und bereitete das zwischenzeitliche 2:2 vor. Beim gleich nach der Länderspielpause anstehenden nächsten Derby in Köln wird ein weiteres Kapitel in der Köln-Gladbach-Geschichte des Mittelfeldspielers nun aber wohl nicht hinzukommen.

Castrop bejubelt seinen Derbytreffer
Castrop bejubelt seinen Derbytreffer | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Schulterverletzung bremst Castrop weiter aus

Wie die Bild berichtet, ist ein Einsatz Castrops am 11. Oktober derzeit noch kein realistisches Ziel. Der Mittelfeldspieler befindet sich nach seiner Schulteroperation zwar auf dem Weg zurück und ist inzwischen ins Lauftraining eingestiegen. Den Schulterverband, den er nach dem Eingriff über mehrere Wochen tragen musste, hat Castrop mittlerweile abgelegt.

Während der Länderspielpause soll die Belastung nun schrittweise gesteigert werden. Das prestigeträchtige Duell mit seinem Ex-Klub kommt für Castrop offenbar trotzdem noch zu früh. Damit dürfte auch Gladbachs neuer Trainer Alexander Blessin bei seinem Liga-Debüt als Fohlen-Coach auf den Doppelpacker des März-Derbys verzichten müssen.

Immerhin: Genug Personal hat Blessin im Mittelfeldzentrum auch ohne Castrop zur Verfügung. Knifflig wird jedoch, welcher der Spieler die richtige Wahl sind. Durch die sportliche Situation der Gladbacher, die als einziges Team der Liga mit null Punkten am Tabellenende stehen, bekommt das Spiel noch größere Brisanz. Unter Interimstrainer Jan-Moritz Lichte durfte sich zuletzt mal wieder Florian Neuhaus beweisen - und traf direkt. Weitere Alternativen sind Kevin Stöger, der zuletzt gesetzte Philipp Sander, Eigengewächs Mathieu Nguefack und Neuzugang Zento Uno.


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