Ein paar Tage Abstand vom Bundesliga-Alltag, gemeinsame Arbeit auf dem Trainingsplatz und möglichst verlässliche Bedingungen: Ein Trainingslager bietet einem Trainer Gelegenheit, seine Mannschaft auf die kommenden Aufgaben einzustellen. Niko Kovac hatte für die kurze Winterpause auf eine solche Phase gehofft.
Der Kalender lässt dem BVB dafür allerdings wenig Spielraum. Zwischen dem Trainingsauftakt am 2. Januar 2027 und dem ersten Pflichtspiel liegen lediglich sechs Tage. Die Dortmunder müssen ihre Vorbereitung deshalb anders gestalten als in den vergangenen Jahren - eine ganz entscheidende Rolle spielt dabei der FC Bayern München.
Keine Reise nach Marbella
Wie die Ruhr Nachrichten berichten, verzichtet Borussia Dortmund im Januar auf das traditionelle Trainingslager im spanischen Marbella. Kovac hätte demnach gerne einige Tage mit seiner Mannschaft in Andalusien gearbeitet. Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit lohnt sich die Reise aus Sicht des Klubs jedoch nicht. Schon am Freitag, 8. Januar, empfängt der BVB den 1. FSV Mainz 05.

Rechnet man Flüge und Transfers ein, blieben in Spanien nur wenige Tage für die eigentliche Trainingsarbeit. Spätestens am Tag vor dem Mainz-Spiel müsste die Mannschaft zurück sein. Stattdessen bereiten sich die Schwarz-Gelben diesmal in Dortmund-Brackel auf den Bundesliga-Neustart vor.
Welche Rolle spielt Bayerns Reise?
Dass Dortmund diesmal bereits am Freitagabend gefordert ist, hängt auch mit dem FC Bayern zusammenhängen. Die Münchner bestreiten am 5. Januar ein Testspiel gegen Ajax Amsterdam in Nairobi.
Die Reise nach Kenia lässt einen Bundesliga-Einsatz des Rekordmeisters am unmittelbar folgenden Freitag wenig praktikabel erscheinen. Bayerns Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach wurde stattdessen für Samstagabend angesetzt.
Zweite Vorbereitung ohne klassisches Trainingslager
Für Kovac fällt damit zum zweiten Mal nacheinander eine klassische Trainingslagerphase aus. Bereits im Sommer gab es rund um die Weltmeisterschaft und die anschließende Japan-Tour kein entsprechendes Camp.

Auch nach dem Wiederbeginn bleibt kaum Luft für längere Trainingsblöcke. Auf das Mainz-Spiel folgt bereits am 12. Januar die Begegnung mit dem 1. FC Köln. Dazu kommen im weiteren Monatsverlauf die Champions-League-Partien gegen Aston Villa und AEK Athen.
Umso wichtiger werden die wenigen Einheiten nach dem Weihnachtsurlaub. Kovac muss seine Mannschaft innerhalb kurzer Zeit wieder auf Wettkampfniveau bringen – diesmal unter heimischen Bedingungen.
