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"Am Ende spielen immer die Besten": DFB-Kapitän Kimmich mit Kampfansage

DFB-Kapitän Joshua Kimmich reagiert gelassen auf die Debatte um seine Rolle unter Jürgen Klopp und schickt eine klare Kampfansage an seine Kritiker
VonMoritz Jonas
Wehrt sich gegen Zweifel an seinem Stammplatz: DFB-Kapitän Joshua Kimmich
Wehrt sich gegen Zweifel an seinem Stammplatz: DFB-Kapitän Joshua Kimmich | picture alliance/GettyImages

Rund um die deutsche Nationalmannschaft gab es während der jüngsten Länderspielpause eigentlich nur ein dominierendes Thema: Wie sieht die Zukunft von Joshua Kimmich unter Bundestrainer Jürgen Klopp aus?

Nachdem der DFB-Kapitän nach den ersten beiden Partien gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) wie vorab verabredet abgereist war, überzeugten seine Münchner Kollegen Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof beim 2:0-Erfolg über Serbien auf ganzer Linie. Prompt meldeten sich prominente Stimmen wie Oliver Kahn, Lothar Matthäus oder Didi Hamann zu Wort und stellten den unumstrittenen Stammplatz des Leaders plötzlich öffentlich infrage.

Nach dem 2:2 des FC Bayern beim FC Augsburg bezog der 31-Jährige in den Katakomben nun erstmals selbst Stellung zu dem medialen Wirbel – mit bemerkenswerter Gelassenheit und einer unmissverständlichen Ansage.

Kimmichs Botschaft an die Kritiker

"Ehrlicherweise habe ich es gar nicht verfolgt, aber man kriegt es ja trotzdem mit, dass ein bisschen was los war", erklärte Kimmich gewohnt nüchtern. Druck oder Verunsicherung lässt sich der Routinier nach über einem Jahrzehnt im Profifußball längst nicht mehr anmerken: "Ich bin jetzt elf Jahre dabei. Ich weiß, wie das Geschäft funktioniert. Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist meine Leistung."

"Die letzten zehn Jahre ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören."
Joshua Kimmich

Was folgte, war eine glasklare Erinnerung an sein Standing im Weltfußball: "Das habe ich die letzten elf Jahre gemacht. Das werde ich weiterhin so machen. Am Ende spielen immer die Besten. Die letzten zehn Jahre ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören. Das ist mein Ziel und dafür arbeite ich jeden Tag. Dann werde ich dafür sorgen, dass ich alle drei Tage wieder meine Leistung zeige."

Kein Vorwurf an Klopp

Hielt sich strikt an die Absprachen mit seinem Anführer: Bundestrainer Jürgen Klopp mit Joshua Kimmich
Hielt sich strikt an die Absprachen mit seinem Anführer: Bundestrainer Jürgen Klopp mit Joshua Kimmich | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Dass Kimmich nach der Verletzung von Jamal Musiala insgeheim gehofft hatte, doch noch für die zweite Woche beim DFB-Team bleiben zu dürfen, verhehlte er nicht: "Ich wäre natürlich gerne geblieben, vor allem dann, als sich Jamal verletzt hat. Danach dachte ich: Jamal war ja für beide Wochen eingeplant, vielleicht geht nochmal eine Tür auf."

Einen Vorwurf an Bundestrainer Jürgen Klopp wollte er daraus allerdings keinesfalls konstruieren. Auf die Frage nach fehlender Rückendeckung wiegelte Kimmich sofort ab: "Nein, überhaupt nicht. Er hat einfach beschrieben, wie es war. Er hat es von Anfang an ganz klar kommuniziert, hat auch die Hintergründe kommuniziert. Dementsprechend war das für mich auch okay und alles klar."

Volle Rückendeckung erhält der Mittelfeldmotor ohnehin von seinem Klub. Bayern-Sportvorstand Max Eberl bezeichnete die aufkommenden Diskussionen schlicht als "absolut absurd" und adelte Kimmich als unverzichtbaren Leader, der stets vorangehe. Die Antwort auf die Debatte will der Kapitän im November auf dem Rasen geben – im gewohnten Drei-Tages-Rhythmus.


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