Bei Eintracht Frankfurt ist unter Adi Hütter offenbar ein neuer Geist eingekehrt. Das bestätigte nun auch dessen Co-Trainer, Vereinslegende Alex Meier, der schon im Januar interimsweise zum damaligen Trainerstab gestoßen war und seit Sommer fest zum Team um Hütter gehört. Nach den den ersten Monaten als Assistent von Hütter hat Meier einen möglicherweise entscheidenden Mangel der enttäuschenden Vorsaison erkannt.
"Ich glaube, der Unterschied zu heute ist, dass es damals vielleicht zu locker war", erklärte Meier in einer Medienrunde, aus der unter anderem die Bild zitiert. Allerdings sei der Vergleich auch schwer, so Meier, "denn jetzt bin ich von Anfang an dabei. Damals bin ich in einer Phase dazugekommen, in der die Mannschaft doch verunsichert war und keine Ergebnisse da waren."
Zu spät zum Essen? Hütter gibt "klare Linien" vor
In jener Phase Mitte Januar hatte sich die Eintracht nach zweieinhalb zumeist erfolgreichen Jahren von Trainer Dino Toppmöller getrennt. Als Interimstrainer sprang für vier Spiele Dennis Schmitt ein - unterstützt vom ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Meier. Im Vergleich zu der aktuellen Situation mit Hütter hat sich offenbar viel getan.
"Das ist mir gleich aufgefallen, dass es beim Essen egal war, ob jemand ein bisschen früher oder später kam oder eine kurze oder lange Hose anhatte. Das sind so Kleinigkeiten. Adi hat von Anfang an klare Linien vorgegeben", berichtete Meier. Trotz der offenbar gesteigerten Disziplin im Team verlief der Saisonstart mit fünf Punkten aus vier Spielen durchwachsen. Dass die Bewertung nicht besser ausfällt, liegt laut Meier lediglich an dem letzten Spiel vor der Länderspielpause gegen den SC Freiburg (2:2).
Zuvor sei die Eintracht "im Soll" gewesen, sagte der 43-Jährige: "Klar, die letzten Jahre gab es oft einen Heimsieg gegen Freiburg. Dann bist du jetzt vielleicht zwei Punkte hinten dran." Die Mannschaft schaffe es "noch nicht, über 90 Minuten spielbestimmend zu sein", erklärte Meier. Zudem seien die frühen Gegentore nach (Wieder-)Anpfiff ein Problem: "Gerade wenn du viele junge Spieler dabei hast, die noch nicht die Erfahrung haben, ist es manchmal dann schwer, wieder Ruhe reinzubekommen."
