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Alarmstimmung in Leverkusen: "Müssen uns Sorgen machen"

Nach der Niederlage gegen Olympique Marseille hält sich Robert Andrich mit dringlichen Worten nicht zurück. Für seine Werkself spricht er gar eine dringende Warnung aus.
VonYannik Möller
Robert Andrich war mit dem Auftritt gegen Marseille gar nicht zufrieden
Robert Andrich war mit dem Auftritt gegen Marseille gar nicht zufrieden | DeFodi Images/GettyImages

Mit gleich drei Niederlagen in Folge war Olympique Marseille in die Europa League gestartet. Bayer Leverkusen wiederum hatte mit drei Siegen einen gänzlich gegenteiligen Start erwischt – und trotzdem ging der Klub aus der französischen Ligue 1 am Donnerstagabend als Sieger hervor.

Die 0:1-Niederlage bedeutete für Leverkusen die dritte Pleite im vierten Pflichtspiel. Unterbrochen wurde diese aktuelle Negativ-Serie bloß durch den Heimsieg über den 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal, wobei die Werkself auch erst mit 0:2 in Rückstand geraten war. Für Robert Andrich umso mehr ein Grund, schon jetzt mit deutlichen Worten zu reagieren.

"Ich glaube schon, dass wir uns Sorgen machen müssen. Das ist überhaupt nicht unser Anspruch", betonte der Mittelfeldspieler bei RTL.

Afonso Moreira
Die Werkself zeigte sich nach der Pleite entsprechend ernüchtert | Alex Grimm/GettyImages

"Keiner ist an seinem Maximum gewesen, mal haben die ein bisschen den Ball, mal haben wir ein bisschen den Ball. Wenn du hier den einzigen Fehler nicht machst, dann spielst du hier auf jeden Fall zu null", führte Andrich weiter aus.

Lothar Matthäus, für RTL als TV-Experte dabei, kritisierte den Auftritt von Leverkusen ebenfalls. Nicht einmal in die Zweikämpfe haben die Gastgeber gefunden, merkte er unter anderem besorgt an.

Martinez betont hohe Belastung – Derby soll als Stimmungsaufheller dienen

Carles Martinez schob den erneut ernüchternden Auftritt seiner Mannschaft auf die zurzeit hohe Belastung. "Es stimmt, dass die Mannschaft körperlich und vor allem mental an ihre Grenzen kommt. Die Belastung ist hoch. Wir spielen viele Spiele, und ich merke, dass wir ein bisschen müde sind", so die Erklärung des Cheftrainers der Werkself.

Vor dem Derby beim 1. FC Köln hadert Leverkusen also ganz offen mit sich selbst. Umso größer dürfte die Hoffnung sein, dieses Auswärtsspiel in einen Mutmacher umzuwandeln.

In Kombination mit dem zurzeit lediglich sechsten Tabellenplatz in der Bundesliga lastet also ordentlich Druck auf der Mannschaft. Im Köln-Stadion werde es auf dem Platz brennen, so Andrich, umso mehr gehe es in diesem Spiel "genau um solche Sachen, dem Ball hinterherzuwälzen".

Simon Rolfes betonte derweil: "Wenn du oben mitspielen willst, hast du immer Druck, zu gewinnen. Von daher ist das jetzt nicht anders, aber natürlich in Köln ist es immer ein spezielles Spiel."


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