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Abwärtstrend bei Ex-BVB-Juwel geht rasant weiter

Julien Duranville kommt auch in Lyon bislang auf keinen grünen Zweig.
VonJan Kupitz
Julien Duranville auf der Bank
Julien Duranville auf der Bank | BRUNO FAHY/GettyImages

Als Borussia Dortmund im Januar 2023 knapp zehn Millionen Euro in den damals 16-jährigen Julien Duranville investiert hatte, sorgte das für Aufsehen – und große Erwartungen. Erwartungen, denen Duranville in der Folge nicht gerecht wurde.

Schuld daran waren in erster Linie Verletzungsprobleme, die Duranville immer wieder ausbremsten und in seiner Entwicklung behinderten. Aber auch, wenn er dann mal fit war, erhielt der Youngster von Niko Kovac nicht das ganz große Vertrauen. Der Belgier steckte in einer Sackgasse.

Um dem Talent zu Spielpraxis zu verhelfen, verlieh der BVB Duranville im Winter 2026 an den FC Basel. Doch in der Schweiz, einer vergleichsweise schwachen Liga, konnte der Flügelspieler kaum Akzente setzen. In 17 Spielen gelangen lediglich zwei Tore. Keine Empfehlung für einen Verbleib in Basel.

Frühzeitig zeichnete sich im Sommer ab, dass Duranville es mit solchen Auftritten schwer haben dürfte, überhaupt noch einmal in Dortmund Fuß zu fassen. Daher war es wenig überraschend, als Anfang Juli der Verkauf an Olympique Lyon bekannt gegeben wurde. Die Franzosen zahlten eine Ablöse von fünf Millionen Euro, die durch Boni im Idealfall noch auf 8,5 Millionen Euro steigt.

Erst zwei Einsätze: Duranville wieder mit Problemen

Der Start in Lyon verlief für Duranville allerdings nicht nach Maß, stattdessen setzte sich seine Abwärtsspirale der vergangenen Monate fort. Von zehn möglichen Pflichtspielen bestritt Duranville nur zwei, die ihm magere 68 Einsatzminuten bescherten. Eine Bilanz, die wenig erbaulich ist.

Wie in weiten Teilen seiner BVB-Zeit hat Duranville auch bei OL mit körperlichen Problemen zu kämpfen, sodass sein letzter Einsatz schon einen Monat her ist. Die XL-Länderspielpause kommt womöglich zur richtigen Zeit, damit Duranville weiter an seiner Fitness arbeiten kann, um anschließend (hoffentlich) durchzustarten.

Ein Problem, das er jedoch hat: In seiner Abwesenheit lief es für Lyon ziemlich gut. In der heimischen Ligue 1 liegt man auf Rang zwei, hat nach fünf Spielen elf Punkte und 10:2 Tore. Und auch das erste Spiel der Europa-League-Ligaphase hat OL mit 2:1 gewonnen – ausgerechnet in Anderlecht, bei Duranvilles Ex-Klub. Zum Einsatz war der Youngster gegen den RSC nicht gekommen.

Auch wenn der Ex-Dortmunder erst 20 Jahre jung ist, hegt man den Verdacht, dass er bereits an einem Scheidepunkt seiner Karriere steht. Bekommt er nochmal die Kurve? Oder ist er eines der (leider zahlreichen) Talente, denen der Körper einen Strich durch die Rechnung macht?

Festzuhalten bleibt erstmal, dass der BVB im vergangenen Sommer wohl die richtige Entscheidung traf, Duranville aufzugeben und den (Transfer-)Schaden noch halbwegs im Rahmen zu halten.


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