Es war ein Offenbarungseid, den Eintracht Frankfurt am Samstagabend gegen RB Leipzig ablieferte. Mit 0:6 schickten die Roten Bullen die Eintracht zurück nach Frankfurt, wobei vor allem das Abwehrverhalten der Hessen indiskutabel war.
Trainer Adi Hütter nahm zur Halbzeit sogar den komplett neben sich stehenden Kapitän Robin Koch raus – und sparte im Anschluss an die Klatsche auch nicht mit Kritik am 30-Jährigen.
"Ich habe Robin erlöst. Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich etwas ganz anderes", erklärte der 56-Jährige und ergänzte: "Wenn du 16 Gegentore bekommst und der Leader in der Abwehr bist, setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich erwarte mehr von Robin."
Eintrachts Plan für den Winter
Doch Koch ist natürlich nicht alleine Schuld an der erneuten Gegentorflut. 16 Treffer fing sich die Eintracht jetzt in fünf Saisonspielen, das sind im Schnitt 3,2 Tore pro Partie. Die Abgänge von Rasmus Christensen und vor allem Arthur Theate fallen deutlich schwerer ins Gewicht, als Sportvorstand Markus Krösche vermutlich angenommen hatte.
Deshalb soll laut Sky-Reporter Patrick Berger im Winter nachgerüstet werden. Bereits jetzt wird nach potenziellen Neuverpflichtungen Ausschau gehalten, dabei wird vor allem nach dem Typus erfahrene Soforthilfe gesucht.
Kann Hütter die Defensive stabilisieren?
Das kommt angesichts des desolaten Zustands, in der sich die Abwehr aktuell befindet, nicht überraschend. Auch Neuzugang Liliam Brassier konnte die Defensive nicht stabilsieren, Nnamdi Collins wurde gerade erst wieder richtig fit und gab in Leipzig ebenfalls eine unglückliche Figur ab.
Es werden also noch spannende Monate bei der Eintracht, wo Hütter jetzt erstmal mit dem vorhandenen Personal arbeiten und irgendwie die Gegentorflut eindämmen muss. Ob ihm das gelingt, werden die kommenden Spiele zeigen.
