Zweifel an Ole Werner? Werder-Manager Fritz äußert sich

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  • ... Kritik an Trainer Ole Werner
  • ... Werders Saisonziel
  • ... Werders wirtschaftliche Situation
Clemens Fritz
Clemens Fritz / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
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Seit der Rückrunde der vergangenen Saison läuft es bei Werder Bremen nicht immer rund. Zunehmend steht auch Ole Werner in der Kritik. Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz will aber keine Zweifel an seinem Trainer aufkommen lassen.

In einem Interview mit dem Portal Transfermarkt stellte Fritz klar, dass eine Trennung von Werner "überhaupt kein Thema" war und sei. Auf die durchwachsene Rückserie der vergangenen Saison angesprochen, erklärte der Leiter Profifußball:

"Wir hatten eine hervorragende Hinrunde in der Bundesliga, wo das Momentum sicherlich auch öfters auf unserer Seite war. Das ist uns anschließend ein bisschen abhandengekommen. Enge Spiele haben wir hintenraus verloren, dazu kamen Verletzungssorgen. Bei unserem kleinen Kader wussten wir, dass nicht viel anbrennen darf. Ole hat einen super Job gemacht. Er ist sehr konstruktiv gewesen, hat sehr fokussiert an den Themen und Details gearbeitet. Wir haben nie über ihn nachgedacht, das stand überhaupt nicht zur Diskussion."

Auch in dieser Spielzeit sei der Klassenerhalt das "übergeordnete Ziel", fuhr Fritz fort und fügte hinzu: "Darüber hinaus setzen wir uns Meilensteile: Wir wollen uns sportlich stabilisieren und etablieren, erstklassigen und mutigen Fußball spielen. Uns nicht nur als Mannschaft, sondern auch unsere Spieler individuell weiterentwickeln."

Werders wirtschaftliche Situation

Wirtschaftlich sei Werder auch in den kommenden Jahren auf Transfereinnahmen angewiesen, betonte er: "Wir dürfen nicht vergessen: Wir hatten den Abstieg und eine Pandemie, es sind Verbindlichkeiten zurückgeblieben, die abgearbeitet werden müssen. Unser Ziel ist natürlich, dass wir uns sportlich wieder festigen und erstklassigen Fußball spielen, aber auch wirtschaftlich wieder konsolidieren – das muss man so klar sagen."

In drei der vergangenen vier Spielzeiten - die aktuelle mit eingerechnet - haben die Grün-Weißen ein Transferplus erzielt. In der aktuellen Saison stehen 27 Millionen Euro an Einnahmen
sechs Millionen Euro an Ausgaben gegenüber. Nur vier Bundesliga-Klubs haben weniger Geld ausgegeben.

Dass es Werder trotz der begrenzten finanziellen Möglichkeiten gelingt, durchaus namhafte Spieler wie etwa Naby Keita oder Dawid Kownacki von einem Wechsel zu überzeugen, hängt laut Fritz vor allem mit Trainer Ole Werner zusammen.

"Es braucht eine gewisse Kreativität und Überzeugungsarbeit der handelnden Personen."

Fritz über Werders Transferaktivitäten

"Das Entscheidende ist der Trainer mit seiner Idee vom offensiven Fußball. Viele unserer Spieler finden sich darin wieder", so der Ex-Profi. Darüber hinaus könne Werder mit einem tollen Umfeld punkten:

"Es braucht eine gewisse Kreativität und Überzeugungsarbeit der handelnden Personen. Ich denke schon, dass uns das gelingt. Wir stehen für Beständigkeit. Werder ist ein Traditionsverein. Wenn man sieht, was hier am Wochenende bei den Heimspielen los ist … Wir sind fast immer ausverkauft. Werder hat ein gutes Umfeld, es gibt hier alles vor Ort. Die Stadt ist sehr angenehm. Das wollen wir transportieren."

Aktuell steht der Nordklub auf dem elften Tabellenplatz. Am Sonntag treffen die Grün-Weißen auswärts auf den 1. FC Heidenheim und wollen beim Aufsteiger den zweiten Sieg in der noch jungen Saison einfahren.

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