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Zum 17. Geburtstag: Ein Rückblick auf die Karriere von Moukoko beim BVB

Malte Henkevoß
Youssoufa Moukoko hat in seinen jungen Jahren schon eine Menge erreicht, durfte bereits den DFB-Pokal in den Händen halten
Youssoufa Moukoko hat in seinen jungen Jahren schon eine Menge erreicht, durfte bereits den DFB-Pokal in den Händen halten / Martin Rose/GettyImages
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Ein Ausnahmetalent feiert Geburtstag: Youssoufa Moukoko wird am heutigen 20. November 17 Jahre alt. 90min wirft einen Rückblick auf die ersten Jahre eines jungen Spielers, der bereits im Teenageralter viele Blicke auf sich zog.


Moukokos Wurzeln liegen in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé, wo er mit seiner Mutter und vier Geschwistern aufwuchs. Schon früh fand der Jungspund seine Liebe zum Fußball, spielte in Kamerun jedoch nie in organisierten Vereinsstrukturen.

Im Jahr 2014 holte sein Vater, der seit den 1990er-Jahren in Hamburg lebte, Youssoufa nach Deutschland. Dort kam er zunächst bei Junioren-Mannschaften des FC St. Pauli unter, wo der besonders in Hallenturnieren als Torschützenkönig auf sich aufmerksam machte.

Im Sommer 2016 wechselte Moukoko schließlich ins Nachwuchsleistungszentrum des BVB nach Dortmund. Das Ausnahmetalent wurde Trainern und Scouts schnell bewusst, Moukoko erzielte in der U15 des BVB in seiner ersten Saison 33 Tore in 21 Spielen.

Das DFB-Trikot steht Youssoufa Moukoko bereits sehr gut, hier ist der BVB-Youngster für die U21 im Spiel.
Das DFB-Trikot steht Youssoufa Moukoko bereits sehr gut, hier ist der BVB-Youngster für die U21 im Spiel. / Alexander Hassenstein/GettyImages

Dadurch wurden natürlich auch früh Begehrlichkeiten geweckt, Moukoko gelangte mehr ins Blicklicht der Medien. Auch die Jugendabteilung des DFB hatte schnell ein Auge auf ihn geworfen und verhalf ihm im September 2017 zum Debüt in der deutschen U16-Auswahl.

Die Profis in Dortmund wurden ebenso schnell aufmerksam auf das Ausnahmetalent in der eigenen Jugend und wollten Moukoko so schnell wie möglich an den Profibetrieb heranführen. Dafür musste jedoch eine Hürde umschifft werden.

Der BVB musste bei der DFL einen Antrag stellen, dass Moukoko nach Vollendung seines 16. Lebensjahres bereits im Profiteam spielen darf. Laut der bis dato aktuellen Regelung hätte der Jugendspieler nämlich noch fast ein Jahr warten müssen, um bei den Profis zu debütieren. Da der DFB den Antrag der Dortmunder bewilligte, war der Weg für Moukoko jedoch frei.

Mit breiter Brust ins erste Spiel: Ex-Trainer Lucien Favre bereitet Youssoufa Moukoko auf seine ersten Bundesliga-Minuten vor.
Mit breiter Brust ins erste Spiel: Ex-Trainer Lucien Favre bereitet Youssoufa Moukoko auf seine ersten Bundesliga-Minuten vor. / Pool/GettyImages

Einen Tag nach seinem 16. Geburtstag war es dann so weit. Moukoko wurde im Auswärtsspiel bei Hertha BSC, dass der BVB mit 5:2 gewann, in den Schlussminuten eingewechselt und löste damit Nuri Şahin ab, der vorher mit 16 Jahren und 335 Tagen der jüngste Bundesliga-Debütant gewesen war.

Nur zweieinhalb Wochen später konnte sich der Youngster erneut in die Geschichtsbücher des Fußballs eintragen. Diesmal sogar international, denn er wurde mit 16 Jahren und 18 Tagen der jüngste Spieler in einer Champions-League-Partie, als Dortmund mit 2:1 bei Zenit St. Petersburg gewann.

Kurz vor Weihnachten 2020 erzielte Moukoko bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Union Berlin sein erstes Bundesligator, ein weiterer Rekord des "Jüngsten". Außerdem wurde der dann noch 16-Jährige für die U21-Europameisterschaft 2021 berufen, wo er jedoch aufgrund einer Traininingsverletzung nicht spielen konnte. Sein Debüt gab er unter Trainer Stefan Kuntz letztlich am 2. September dieses Jahres, wo er in seinem ersten Spiel gleich zwei Tore beim 6:0-Sieg in San Marino beisteuerte.

In der aktuellen Saison spielte Moukoko unter Trainer Marco Rose bisher noch keine große Rolle. Lediglich ein Startelfeinsatz steht für den Stürmer als Ersatz für Erling Haaland zu Buche, bei der 1:0-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach fiel Moukoko jedoch nicht wesentlich auf. Dazu kommen fünf Kurzeinsätze, aus denen nach einem starken Solo immerhin die Vorlage für Haalands Siegtreffer beim 3:2 gegen Hoffenheim heraussprang.

Es ist wichtig bei einem jungen Talent wie Moukoko zu bedenken, dass er trotz der aktuell wenigen Spielzeit eine große Zukunft hat. Sein Potenzial ist riesig, auch wenn er das momentan nur sehr sporadisch zeigen kann. Aktuell steht Moukoko in der Stürmerhierarchie des BVB nur auf Rang vier. Neben dem aktuell verletzten Erling Haaland laufen ihm außerdem Neuzugang Donyell Malen und Steffen Tigges den Rang ab.

Laut Informationen der WAZ denkt der BVB darüber nach, das Geburtstagskind im nächsten Sommer zu verleihen, um ihm Spielzeit zu gewähren. Allerdings ist es mindestens genauso wichtig, Moukoko früher oder später eine eigene Perspektive beim BVB aufzuzeigen. 90min wünscht dem Youngster in jedem Fall alles Gute zum Geburtstag und eine glorreiche fußballerische Zukunft, an der wir uns alle erfreuen können!

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