90min
VfL Wolfsburg

Wolfsburg meldet U23-Team ab - Kooperation mit St. Pölten

Yannik Möller
Die Wolfsburger wollen in Zukunft noch mehr Talente und Nachwuchsspieler fördern
Die Wolfsburger wollen in Zukunft noch mehr Talente und Nachwuchsspieler fördern / Frederic Scheidemann/Getty Images
facebooktwitterreddit

Der VfL Wolfsburg hat am Montag angekündigt, die U23-Mannschaft aufzulösen. Dadurch soll die Nachwuchsarbeit anders und vor allem moderner aufgestellt werden. Um das gewährleisten und anschieben zu können, wurde zeitgleich die Zusammenarbeit mit dem SKN St. Pölten erklärt.


Immer wieder sorgen die U23-Mannschaften von Profi-Vereinen für Diskussionen. Werden sie gebraucht, ergibt das Aufrechterhalten dieser Strukturen Sinn, lohnt sich eine solche Mannschaft noch zwischen der U19 und den Profis? Der VfL Wolfsburg hat sich dazu entschieden, die eigene U23 aufzulösen.

Am Montag gab der Verein diese Entscheidung bekannt. Durch diesen Weg sollen die U19- und U17-Teams "eine deutliche Aufwertung" erfahren und "stärker in den Fokus" rücken. Dadurch, dass alle Mitarbeiter rund um diese Mannschaft weiter in der "VfL-Fußball.Akademie" beschäftigt werden, soll es für die übrigen Vereine neue Vorteile geben. So soll etwa die Arbeit von der U14 bis zur U19 noch "professioneller und fokussierter" angegangen werden können.

Das Ziel einer "höheren Durchlässigkeit in den Profifußball"

Diese Weiterbeschäftigung gilt aber nur für das Team ums Team. Wolfsburg teilte mit, dass "einige Spieler und Trainer den Verein verlassen" werden müssen - dabei werde jedoch auf eine "sozialverträgliche Lösung" geachtet.

Aufgefangen wird diese Auflösung mit einer neuen Kooperation, die mit dem österreichischen Erstligisten St. Pölten eingegangen wird. Diese gilt vorerst für vier Jahre und ab der neuen Saison, also ab dem 1. Juli dieses Jahres. Das bietet die Möglichkeit, dass Top-Talente des VfL zum Partner-Klub ausgeliehen werden können, um die Chance zu bekommen, Spielpraxis im Profibereich zu sammeln.

Marcel Schafer
VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer erklärte den Sinn dieser Maßnahmen / Boris Streubel/Getty Images

Eine ähnliche Zusammenarbeit wurde indes mit vier regionalen Vereinen abgemacht. So werden die Teams der U10 bis U13 nach und nach ausgelagert. So sollen die jungen Kids möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld spielen können, während der "Leistungs- und Selektionsdruck" noch fernbleibt.

Die vier Klubs sind der BSC Acosta, der MTV Gifhorn, der SSV Vorsfelde und der VfB Fallersleben, so die Erklärung der Wölfe weiter. Das übergeordnete Ziel: Eine "höhere Durchlässigkeit in den Profifußball", so Sportdirektor Marcel Schäfer. Der 36-Jährige weiter: "Wir wollen in unserer Nachwuchsarbeit künftig völlig neue Wege gehen und haben uns daher für eine strategische Neuausrichtung entschieden, die bewusst die bisher bekannten Pfade verlässt und innovative Ansätze findet."

facebooktwitterreddit