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WM-Vorschau: Die beste Aufstellung der Niederlande

Florian Fischer
Was geht für Oranje in Katar?
Was geht für Oranje in Katar? /
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Mit der Weltmeisterschaft in Katar endet für Louis van Gaal seine dritte Amtszeit als Bondscoach. Nachdem verpassen der WM 2002 führte der 71-Jährige die Niederlande 2014 zum dritten Platz. Seit dem vergangenen Jahr ist van Gaal nun erneut Nationaltrainer. Am liebsten würde sich der frühere Bayern-Coach mit dem Titel verabschieden. Dafür muss bei den Niederländern alles passen und es dürfen nicht viele Verletzungen passieren - denn: der Kader ist in der Spitze sehr gutaufgestellt, doch es fehlt an Breite.


1. Tor

Remko Pasveer
Soccrates Images/GettyImages

Die Torwartposition ist bei den Niederlanden die größte Baustelle. Aktuell gibt es keinen Keeper mit Weltklasseformat. Mit Jasper Cilessen, Remko Pasveer und Mark Flekken gibt es drei Kandidaten, die als Nummer eins in das Turnier gehen können. Da in den wichtigen Nations-League-Spielen gegen Polen und Belgien aber der 38-Jährige Remko Pasveer sein Debüt in der Elftal feierte, dürfte dieser auch den Vorzug vor den anderen beiden bei der WM bekommen. Pasveer überzuegt diese Saison bei Ajax Amsterdam und ist mit seinen 38-Jahren der zweitälteste Debütant aller Zeiten.

2. Abwehr

Virgil Van Dijk
BSR Agency/GettyImages

In der Defensive setzt Louis van Gaal auf eine Dreierkette. Dies tat der sture Niederländer bereits bei der WM 2014. Dafür bekam er aus seinem Heimatland mächtig Gegenwehr, doch seine Sturheit zahlte sich aus. Chef der Defensivreihe wird Liverpool-Star Virgil van Dijk sein. Der Kapitän überzeugt durch sein gute Kopfballspiel und hat zudem noch einen guten Aufbau, was van Gaal sehr schätzt. An seiner Seite werden Nathan Aké von Manchester City und Jurrien Timber von Ajax Amsterdam verteidigen. Für Mathijs de Ligt vom FC Bayern bleibt wohl vorerst nur die Reservistenrolle.

3. Mittelfeld

UEFA Nations League - League Path Group 4"Belgium v The Netherlands"
ANP/GettyImages

Als Schienenspieler sind Denzel Dumfries von Inter Mailand und Routinier Daley Blind von Ajax Amsterdam gesetzt. Während Dumfries einen enormen Offensivdrang hat, was er bereits bei der Europameisterschaft 2021 unter Beweis stellen konnte, hat Blind seine Stärken eher in der Defensive.

Im Zentrum setzt Louis van Gaal auf Frenkie de Jong und Teun Koopmeiners. Beide überzeugen durch ihre spielerischen Fähigkeiten, sind haben aber auch ein gutes Defensivverhalten. Vor den beiden Strategen sollte Memphis Depay gesetzt sein, falls der Barça-Star nach seiner Verletzung rechtzeitig topfit wird. Ansonsten stünden auch Steven Berghuis und Davy Klaassen bereit.

4. Sturm

Cody Gakpo
BSR Agency/GettyImages

Im Angriff läuft bei den Niederländern alles über Tempo mit Shootingstar Cody Gakpo und Steven Bergwijn stehen dem Bondscoach dort zwei pfeilschnelle Stürmer zur Verfügung, die zudem auch Torgefährlich sind. Sowohl Gakpo als auch Bergwijn haben in dieser Saison schon zweistellig getroffen. Beim 23-jährigen Gakpo kommt hinzu, dass er zudem noch viele Treffer vorbereiten kann.


Die beste Niederlande-Aufstellung im Überblick:

Im 3-5-2 (v.l.n.r.): Pasveer - Nathan Aké, Virgijl van Dijk, Jurrien Timber - Daley Blind, Teun Koopmeiners, Frenkie de Jong, Denzel Dumfries - Memphis Depay - Cody Gakpo, Steven Bergwijn


Fazit:

Louis van Gaal wird bei seiner letzten Weltmeisterschaft alles daran setzen, endlich den Titel in die Niederlande zu holen. Dafür hat der Bondscoach eine schlagkräftige Truppe zusammengebaut, die bereits in der Nations League bewiesen hat, zu was sie im Stande zu leisten ist.

Ein Problem könnte jedoch werden, wenn der eine oder andere Stammspieler im Formtief sein sollte, oder im schlimmsten Falle sich verletzt. Denn die Elftal hat nicht auf jeder Position einen gleichwertigen Ersatz. Das dürfte lediglich für die Dreierkette sowie die beiden Angreifer gelten. Auf den anderen Positionen dürfte ein Leistungsabfall zu erkennen sein. Zudem könnte die Torhüterposition noch für Gesprächsstoff sorgen. Denn: ein wirklicher Weltklassekeeper steht den Niederländern nicht zur Verfügung. Doch schon bei den Weltmeisterschaften 2010, als Maarten Stekelenburg im Tor stand, oder 2014, als Jasper Cilessen das Gehäuse hütete, drang die Elftal mindestens bis ins Halbfinale vor.

Ob es in diesem Jahr zum Halbfinale reicht, liegt daran, wie gut die Mannschaft ins Turnier kommt und wie sehr die Stammspieler fit bleiben und zünden. Doch das Viertelfinale sollte für Bondscoach van Gaal und seine Elf Pflicht sein.

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