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WM-Vorschau: Die beste Aufstellung von Argentinien

Oscar Nolte
Lionel Messi spielt seine letzte WM
Lionel Messi spielt seine letzte WM /
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In Argentinien ist die Sehnsucht nach einem WM-Titel groß. Das liegt zum einen daran, dass die Albiceleste den größten Titel im Fußball auf Nationalmannschaftsebene zuletzt 1986 in die Höhe strecken durfte. Zum anderen bietet sich für die Legende Lionel Messi bei der WM 2022 die letzte Chance, die WM zu gewinnen; diesen Traum möchte Argentinien ihrem Nationalheiligtum unbedingt erfüllen. Wir werfen einen Blick auf die bestmögliche Aufstellung Argentiniens für die Endrunde in Katar.


1. Tor

Emiliano Martinez
Emiliano Martinez / Shaun Botterill/GettyImages

Zwischen den Pfosten ist La Albiceleste mit Emiliano Martinez hervorragend aufgestellt. Vor zwei Jahren wechselte der 30-Jährige von Arsenal zu Aston Villa und darf als Nummer eins endlich zeigen, was in ihm steckt. Stand heute ist Martinez einer der besten Torhüter in der Premier League und im Tor der argentinischen Nationalmannschaft unangefochten gesetzt.

2. Abwehr

Cristian Romero, Lisandro Martinez
Cristian Romero und Lisandro Martinez / Shaun Botterill/GettyImages

Nationaltrainer Lionel Scaloni stellt seine Mannschaft entweder in einem offensiven 4-3-3- oder in einem 4-4-2-System auf. Im Abwehrzentrum sind Cristian Romero von Tottenham Hotspur und Lisandro Martinez von Manchester United gesetzt. Alternativ kann Scaloni auf Routinier Nicolas Otamendi setzen; qualitativ wird es dahinter dünn.

Nicht minder stark besetzt ist die Albiceleste auf den Außenverteidiger-Positionen. Scalonis beste Optionen sind Nicolas Tagliafico (Olympique Lyon) auf links und Nahuel Molina (Atletico Madrid) auf rechts. Mit Marcos Acuna und Gonzalo Montiel hat Scaloni gute Alternativen.

3. Mittelfeld

Rodrigo De Paul
Rodrigo de Paul / Eric Espada/GettyImages

Im zentralen Mittelfeld ist Argentinien - ebenso wie im Sturm - extrem breit besetzt. Definitiv gesetzt wird Rodrigo de Paul von Atletico Madrid sein. Sollte Scaloni mit insgesamt drei Zentralen spielen, ist die beste Option für den defensiven Part Guido Rodriguez von Betis Sevilla.

Für die dritte vakante Position bieten sich einige Alternativen, die ähnlich stark einzuschätzen sind. Aktuell dürfte Benficas Enzo Fernandez die Nase vorne haben. Alternativ stehen Scaloni unter anderem Giovani Lo Celso, Alexis Mac Allister und Leandro Paredes zur Verfügung.

4. Sturm

Lautaro Martinez of Argentina (r) celebrates with Lionel...
Lionel Messi und Lautaro Martinez / Insidefoto/GettyImages

Solange Lionel Messi für die argentinische Nationalmannschaft spielt, hat der Superstar seinen Stammplatz unabhängig von System oder Trainer sicher.

Neben Messi bieten sich für Scaloni einige Möglichkeiten. Die stärksten Sturmpartner Messis sind aktuell Lautaro Martinez (Inter Mailand) und Paulo Dybala (AS Rom); Dybala fällt aktuell allerdings verletzt aus und könnte die WM verpassen. Sollte Dybala nicht fit sein, kann Scaloni auf Julian Alvarez, Emiliano Buendia, Angel di Maria oder Joaquin Correa zurückgreifen.


Die beste Argentinien-Aufstellung im Überblick:

Emiliano Martinez - Nicolas Tagliafico, Lisandro Martinez, Cristian Romero, Nahuel Molina - Guido Rodriguez, Rodrigo de Paul, Alexis Mac Allister - Julian Alvarez, Lionel Messi, Lautaro Martinez


Fazit

Personell hat La Albiceleste alles, was es für einen WM-Titel braucht. Der Kader hat eine hervorragende Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, aus Superstars und Rollenspielern und aus variabel einsetzbaren Spielern. Nationaltrainer Lionel Scaloni hat zudem auch in der Breite genug Optionen für den ganz großen Wurf.

Absoluter Trumpf ist natürlich Lionel Messi. Die Tatsache, dass La Pulga seine letzte Weltmeisterschaft spielt, dürfte nicht nur Messi selbst, sondern auch die gesamte Mannschaft, die Fans - die ganze Nation besonders motivieren.

Bei den vergangenen Turnieren hatte Argentinien häufig Schwachstellen auf einzelnen Positionen, zumeist im Tor. Bei der Endrunde in Katar sind im Kader der Albiceleste keine Schwachstellen zu erkennen.

In einer Gruppe mit Polen, Mexiko und Saudi-Arabien ist Argentinien der haushohe Favorit. Alles andere als der souveräne erste Platz wäre eine faustdicke Überraschung. In dieser machbaren Gruppe könnte die Albiceleste schon richtig heiß laufen und mit dem Schwung durch das Turnier rollen. Zweifellos zählt Argentinien auf dem Papier zu den ganz großen Favoriten auf den Titel.

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