Portugal-Stars wüten nach WM-Aus gegen den Schiedsrichter

Yannik Möller
Pepe und Co. waren mit dem Schiedsrichter unzufrieden
Pepe und Co. waren mit dem Schiedsrichter unzufrieden / Alex Grimm/GettyImages
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Die Portugiesen haben ihr Aus bei der Weltmeisterschaft nach der 0:1-Niederlage gegen Marokko nicht gut verkraftet. Während Cristiano Ronaldo in Tränen ausbrach und in die Kabine flüchtete, wüteten Bruno Fernandes und Pepe gegen das Schiedsrichter-Team.


Es war der große Traum Portugals, mit und für Cristiano Ronaldo in das Finale dieser Weltmeisterschaft einzuziehen. Stets war betont worden, dass es das Team mit allen anderen Konkurrenten bei diesem Turnier aufnehmen kann.

Doch am Samstagnachmittag scheiterten sie an Marokko, das als erstes afrikanisches Land bei einer WM bis ins Halbfinale gekommen ist.

Entsprechend tief saß der Frust - den die Spieler dann auf das Schiedsrichtergespann lenkten.

Fernandes bemängelt vermeintlich fehlendes Niveau der Schiedsrichter

Für Bruno Fernandes etwa stand nach der Partie schnell fest (via Cope.es): "Diese Schiedsrichter haben nicht das Niveau für diese Spiele!"

"Ich werde sagen, was ich denke - und anschließend können sie mich mal...", polterte der Spielmacher weiter. Die Unparteiischen hätten das Spiel negativ und zu Ungunsten Portugals beeinflusst, so seine Meinung.

"Es ist sehr seltsam, einen Schiedsrichter zu haben, der noch sein eigenes Land im Wettbewerb hat, aber es keinen portugiesischen Schiedsrichter mehr gibt. Unsere Schiedsrichter pfeifen in der Champions League, deshalb haben sie die Qualität und das Niveau, um hier zu sein. Wenn sie nicht in der Champions League pfeifen, haben sie nicht das Niveau dafür. Sie haben heute das Spiel entschieden", zog der 28-Jährige sein persönliches Fazit.

Dabei ärgerte ihn auch, dass er den Elfmeter für sich nicht gepfiffen bekommen hatte. "Ich bin alleine und würde mich nie im Leben fallen lassen, wenn ich alleine vor dem Torhüter stehe und auf das Tor schießen kann", wütete er.

Bruno Fernandes, Facundo Tello
Die Portugiesen sahen sich beim Schiedsrichter im Nachteil / Zhizhao Wu/GettyImages

Pepe: Titel kann schon an Argentinien vergeben werden - Trainer Santos ohne Schiri-Frust

Mit dieser Einschätzung - und insbesondere dem Verweis auf das Herkunftsland Argentinien - war er nach der Partie nicht alleine. Auch Abwehr-Chef Pepe zeigte sich aufgebracht und wütend.

"Es ist inakzeptabel, dass ein argentinischer Schiedsrichter uns pfeift! Vor allem, nachdem sich Messi beschwert hat. Der Schiri war nicht der richtige Mann für das Spiel", bließ er in das gleiche Horn (via Bild).

Auch über die seiner Ansicht nach viel zu geringe Nachspielzeit beschwerte er sich. Immerhin hätten die Marokkaner "die ganze Zeit nur auf Zeit gespielt". Die acht Minuten seien "viel zu wenig" gewesen.

Angesichts der Aussagen von Messi und der Leistung des Schiedsrichter-Teams betonte Pepe: "Nach dem, was ich heute gesehen habe, können sie den Titel jetzt an Argentinien vergeben."

Gegensätzlich äußerte sich übrigens ihr eigener Trainer: "Er hätte in einigen Situationen Foul pfeifen können, aber allgemein denke ich nicht, dass der Schiri einen großen Einfluss hatte. Wir hätten mehr tun können, das haben wir nicht geschafft, dafür sollten wir nicht den Schiedsrichter verantwortlich machen."


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