WM-Achtelfinale: Darum spielt Achraf Hakimi für Marokko - und nicht für Spanien

Simon Zimmermann
Achraf Hakimi ist der größte Star in Marokkos Mannschaft
Achraf Hakimi ist der größte Star in Marokkos Mannschaft / Simon M Bruty/GettyImages
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Für Achraf Hakimi ist es kein Spiel wie jedes andere. Nicht nur, weil es ein WM-Achtelfinale ist. Sondern auch, weil es für Marokkos größten Star gegen sein Geburtsland Spanien geht. Eine Karriere bei La Roja kam für den PSG-Rechtsverteidiger aber nicht infrage.


Marokko ist eine der großen Überraschungen bei der laufenden WM 2022 in Katar. Die Nordafrikaner setzten sich in ihrer Gruppe gegen Kroatien, Belgien und Kanada durch und gingen als Gruppensieger ins Achtelfinale. Dort treffen die Marokkaner am Dienstagnachmittag (ab 16 Uhr) auf Spanien.

Ein besonderes Duell - vor allem für den größten Star im Team: Achraf Hakimi. Der 24-jährige Außenverteidiger von PSG wurde in der spanischen Hauptstadt Madrid geboren und durchlief seit 2006 sämtliche Jugendteams von Real Madrid. Bei den Königlichen schaffte er dann auch den Sprung zu den Profis, ehe sein Stern mit der Leihe zum BVB endgültig aufging. Über Inter Mailand landete er 2021 in Paris. 68 Millionen Euro Ablöse legte PSG für den pfeilschnellen Außenverteidiger auf den Tisch.

Hakimi entschied sich früh für Marokko

Gegen sein Geburtsland Spanien wird Hakimi sein 58 A-Länderspiel für Marokko absolvieren. Schon in den Jugend-Nationalteams hatte sich Hakimi für Marokko entschieden. Acht Einsätze absoliverte er für die U20 seines Herkunftslandes, zwei Partien für die U23 ehe er am 11. Oktober 2016 sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab. Beim 4:0-Testspielsieg gegen Kanda kam Hakimi 23 Minuten zum Einsatz.

Hakimi hätte sich durchaus auch für eine Karriere in der spanischen Nationalmannschaft entscheiden können. Den spanischen Pass besitzt er. Schon vor der WM und dem Duell mit La Roja erklärte er allerdings: "Ich hatte Kontakt mit dem spanischen Verband, aber immer vor, für Marokko zu spielen. Ich bin ein Produkt der marokkanischen Kultur, meine Mutter hat immer arabisch gekocht und ich bin ein praktizierender Moslem." (via SZ)

Für Hakimi habe es also immer außer Frage gestanden, für welche Nationalmannschaft er auflaufen möchte. Nun hat er die Chance auf der größten aller möglichen Bühnen, mit seinem Heimatland gegen sein Geburtsland WM-Geschichte zu schreiben.


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