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WM 2022: Die beste Aufstellung von Wales

Jan Kupitz
Ein letzter großer Auftritt für Gareth Bale mit Wales?
Ein letzter großer Auftritt für Gareth Bale mit Wales? /
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Zum zweiten Mal nach 1958 ist Wales bei einer WM-Endrunde vertreten. Mit Gareth Bale haben die Briten einen absoluten Superstar im Kader, der in engen Duellen den Unterschied ausmachen kann - auf ihn wird es ankommen, wenn die Waliser hinten den zu favorisierenden Engländern in die K.o.-Phase einziehen wollen.

Wir werfen einen Blick auf die beste Aufstellung für die WM:

1. Tor

Kuriose Situation im Tor der Waliser: Obwohl der 35-jährige Wayne Hennessey bei seinem Klub Nottingham Forest nur auf der Bank sitzt, erhielt er häufig das Vertrauen von Nationaltrainer Robert Page.

Danny Ward, der nach dem Abgang von Kasper Schmeichel die Nummer eins bei Leicester City ist, sollte dem Routinier aber überlegen sein.

2. Abwehr

Die Waliser laufen mit einer Dreierkette auf, in der normalerweise Joe Rodon, Ethan Ampadu und Ben Davies gesetzt sind. Rodon (Stade Rennes) und Ampadu (Spezia) haben im Sommer die Insel verlassen, sind bei ihren neuen Vereinen aber Stammspieler und kommen somit mit genügend Spielpraxis zur WM. Davies hat sich bei Tottenham unter Conte ebenfalls als fester Teil der Dreierkette etabliert - insofern kann Robert Page auf eine durchaus solide Abwehr bauen.

Auf der linken Außenverteidiger-Position sollte Neco Williams gesetzt sein. Der 21-Jährige gilt als Top-Talent, konnte sich beim FC Liverpool aber nicht durchsetzen und ging im Sommer zu Nottingham, wo er Stammspieler ist. Eigentlich ist Williams auf der rechten Seite zuhause - da Wales dort mit Connor Roberts (Burnley) im Gegensatz zur linken Seite aber auf einen guten Mann zurückgreifen kann, muss der Youngster notgedrungen die Seite wechseln.

3. Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld hängt vieles von der Fitness von Aaron Ramsey und Joe Allen ab. Sind die beiden Stars gesund, sind sie gesetzt - leider ist das aber nicht allzu häufig der Fall.

Matt Smith (Milton Keynes), Dylan Levitt (Dundee) und Joe Morrell (Portsmouth) sind die Alternativen im Zentrum, verfügen aber längst nicht über die Klasse und Erfahrung der beiden Stars. Auch Ampadu könnte notfalls auf der Sechs agieren.

4. Angriff

Das Prunkstück der Waliser ist der Angriff. Gareth Bale spielt mittlerweile zwar "nur" noch in der MLS, ist aber natürlich nach wie vor das Aushängeschild und Herzstück seiner Nation. Für Wales strengt er sich meist sogar besonders an, was man auf Vereinsebene zuletzt leider nicht immer behaupten konnte.

Sein kongenialer Partner ist Daniel James vom FC Fulham, der mit seinen Dribbling-Qualitäten für Gefahr sorgt und häufig die Positionen mit Bale tauschen kann.

Komplettiert wird der Angriff von Top-Talent Brennan Johnson, der in der Vorsaison Nottingham Forest mit 19 Buden und neun Vorlagen zum Aufstieg verhalf. Kieffer Moore ist die erfahrene Backup-Option.


Die beste Wales-Aufstellung im Überblick:

Ward; Rodon, Ampadu, Ben Davies; Roberts, Allen, Ramsey, Neco Williams; Bale, Johnson, James

Fazit:

Vieles hängt bei Wales vom Fitnesszustand von Gareth Bale ab. Ist der ehemalige Real-Star gesund und gut drauf, kann er im Alleingang einiges bewegen. Mit James und Johnson stehen ihm zwei hilfsbereite Kräfte zur Seite - ansonsten sähe es offensiv aber ziemlich mau aus.

Problematisch könnte vor allem das Aufgebot im Mittelfeld werden, wo hinter Ramsey und Allen große Fragezeichen stehen. Die Alternativen zu dem prominenten Duo fallen weit ab und würden einen Qualitätsverlust bedeuten.

Mit Iran und den USA hat Wales zwei Gruppengegner auf Augenhöhe, weshalb der zweite Platz hinter England möglich ist. Alles, was über das Achtelfinale hinaus geht, wäre aber schon eine Sensation. Der traditionell unangenehme Gegner dürften die Briten aber auch in Katar sein.

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