Wie oft hat Frankreich die WM gewonnen?

Daniel Holfelder
Zinedine Zidane schoss Frankreich 1998 zum ersten WM-Titel
Zinedine Zidane schoss Frankreich 1998 zum ersten WM-Titel / Christian Liewig - Corbis/GettyImages
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Heute um 16 Uhr trifft Frankreich im WM-Finale 2022 auf Argentinien. Die Équipe Tricolore um Superstar Kylian Mbappé hat gegen Lionel Messi und Co. die Chance, sich zur besten Fußballmannschaft der Welt zu krönen. Aber wie oft hat Frankreich eigentlich bisher die WM gewonnen?


Die meisten werden sich zumindest an den letzten Titel erinnern. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft 2018 in Russland waren es schließlich die Franzosen, die den WM-Pokal in die Höhe reckten.

Dabei sah es nach der Gruppenphase keineswegs so aus, als würden Les Bleus bis zum Triumph durchmarschieren. Zwei knappe Siege gegen Australien (2:1) und Peru (1:0) sowie ein maues 0:0 gegen Dänemark reichte der Elf von Didier Deschamps, um als Gruppenerster ins Achtelfinale einzuziehen.

Dort war allerdings einiges geboten. Beim 4:3 gegen Argentinien brannten die Franzosen ein wahres Feuerwerk ab und zogen dank eines Elfmeters von Antoine Griezmann, eines wunderschönen Distanzschusses von Benjamin Pavard sowie zweier Tore von Kylian Mbappé in die Runde der letzten Acht ein. Pavards grandioser Treffer wurde später zum Tor des Turniers gewählt.

Nach einem 2:0 im Viertelfinale gegen Uruguay und dem 1:0-Erfolg im Halbfinale gegen Belgien wartete im Endspiel Kroatien auf die Équipe Tricolore. Frankreich ging dank eines Eigentors von Mario Mandzukic (18.) in Führung. nur zehn Minuten später gelang Ivan Perisic der Ausgleich (28.). Antoine Griezmann sorgte kurz vor der Pause für die erneute Führung (38.), ehe Paul Pogba (59.) und Kylian Mbappé (65.) die Begegnung mit einem Doppelschlag entschieden.

Heim-WM 1998: Superstar Zidane

Zuvor hatte Frankreich die WM schon einmal gewonnen - und zwar 1998 im eigenen Land. Spieler des Turniers war eindeutig Zinedine Zidane, der sich mit seinem Doppelpack im Finale gegen Brasilien unsterblich machte. Beim 3:0 gegen die Selecao traf außerdem Emmanuel Petit.

Auf dem Weg ins Finale hatten die Franzosen die Gruppenphase mit drei Siegen souverän überstanden, ehe es im Achtelfinale einer Portion Glück bedurfte. Das Duell gegen Paraguay ging mit 0:0 in die Verlängerung, wo Laurent Blanc die damals geltende Golden Goal-Regel nutzte und seine Farben in der 114. Minute zum Sieg schoss.

Ähnlich eng oder sogar noch enger wurde es für Zidane und Co. im Viertel- und Halbfinale. Das Viertelfinale gegen Italien konnte Frankreich erst im Elfmeterschießen für sich entscheiden, im Halbfinale gegen Kroatien drehte Lilian Thuram die kroatische Führung durch Davor Suker in ein knappes 2:1.


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