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Werner verzichtet für Chelsea auf die Champions League - RB muss bei Stürmer-Suche aufs Geld schauen

Zentrale Figur bei RB Leipzig: Stürmer Timo Werner
Zentrale Figur bei RB Leipzig: Stürmer Timo Werner | Alexander Hassenstein/Getty Images

Der Wechsel von Timo Werner zum FC Chelsea schlug in den Medien hohe Wellen. Für seinen neuen Klub verzichtet Werner nun sogar auf die weitere Champions-League-Teilnahme mit seinem Noch-Klub RB Leipzig. Dort akzeptiert man seine Entscheidung. Hinter den Kulissen wird bereits nach offensiven Neuzugängen gefahndet.

Für satte 53 Millionen Euro Ablöse wurde der Wechsel des deutschen Topstürmers vollzogen. Bei den Londonern soll Werner Teil der von Grund auf neu gestaltenden Mannschaft unter Trainer und Vereinsikone Frank Lampard werden. Bei RB hinterlässt der 24-Jährige hingegen ein großes sportliches Loch: Wettbewerbsübergreifend war Werner in vier Jahren Leipzig an 133 Toren direkt beteiligt.

Beeindruckende Zahlen, doch wie es scheint, hat nicht jeder den Steilflug des Nationalspielers mitbekommen. Kein geringerer als Sturmlegende Ronaldo Nazario trat hier ins Fettnäpfchen, als er im Rahmen einer Veranstaltung des Bankriesen Santander auf Werner angesprochen wurde.

"Timo Werner? Der Stürmer von Bayer Leverkusen?

Ronaldo als Reaktion zu Werners Wechsel

Auf die Frage, was er von dem Wechsel halte, antwortete der Brasilianer mit "Timo Werner? Der Stürmer von Bayer Leverkusen?". Etwas später musste Ronaldo zugeben, Werner noch nie spielen gesehen zu haben: "Ich schaue zwar viel Fußball, aber heutzutage viel weniger, denn meine Mannschaft spielt ja nicht mehr." Immerhin die Werkself aus Leverkusen darf sich freuen, dem dreimaligen Weltfußballer noch bekannt zu sein.

Werner zieht Saisonvorbereitung mit den Blues CL-Teilnahme vor

Doch zurück zum eigentlichen Transfer. Die Sachsen müssen nun ohne ihren besten Spieler auskommen - und das bereits diese Saison. Nach Informationen der BILD verzichtet Werner für seinen Wechsel sogar auf die weitere Königsklassen-Teilnahme mit Leipzig im August. Stattdessen wolle der Stürmer an der Saisonvorbereitung mit seinem neuen Klub Chelsea teilnehmen. Durchaus verständlich, aus Sicht Leipzigs allerdings definitiv schmerzhaft.

"Die Entscheidung wurde so getroffen, das müssen wir so akzeptieren", kommentiert Sportdirektor Markus Krösche Werners Schritt. Dennoch sei sich Krösche sicher, dass Werner in seinen letzten beiden Bundesligaspielen alles für den Klub geben werde.

Markus Kroesche
RB-Sportdirektor Krösche steht ein schwieriger Transfersommer bevor | DeFodi Images/Getty Images

Beim aktuell Tabellendritten beginnt nun das Scouting nach einem neuen Stürmer. Leipzig-Boss Krösche dementiert gegenüber der BILD alle Gerüchte, dass Leipzig sich nun auf eine große Shoppingtour begeben könnte. "Wir müssen extrem auf das Geld achten, auch wegen der Corona-Auswirkungen", so der Sportdirektor. Laut SPORT BILD habe RB in diesem Sommer einen Transferetat von 30 bis 35 Millionen Euro.

Leipziger Transferrahmen begrenzt: Wer wird der Werner-Ersatz?

"Es wird schwer, Timo 1:1 zu ersetzen, wir müssen es über das Kollektiv lösen, vielleicht auch über ein, zwei Spieler", heißt es weiter. Allerdings sei man auf diese Situation vorbereitet. Unter anderem die Namen Milot Rashica (Werder Bremen) und Hee Chan Hwang (RB Salzburg) wurden bereits mit Leipzig in Verbindung gebracht. Daneben kämpfen die Bullen noch um den aktuell von der AS Rom ausgeliehenen Patrik Schick.

Wie genau Leipzig mit dem verfügbaren Geld umgehen möchte - unter anderem möchte RB auch Leih-Spieler Angelino fest verpflichten - wird sich noch zeigen. Möglicherweise müssen die Sachsen durch den ein oder anderen Spielerverkauf ihre Kasse füllen (Emil Forsberg, Dayot Upamecano). Timo Werner qualitativ zu ersetzen wird jedenfalls die zentrale Aufgabe des Leipziger Managements werden.